Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 50. (Budapest, 1969)

TANULMÁNYOK - Regöly-Mérei Gyula: Fejezetek a fertőző betegségek történetéből (Gerlóczy Zsigmond emlékére)

(De cam. sign. [4]). Auch über die Dysenterie finden wir bei Hippokrates (Epid. I—III, V-VH, Aphor.) wie auch bei Galenus (Defin. med. CCLXIX) Angaben. Bei Hippokrates (Praen. Coacae, Prorrheut.) werden im allgemeinen Semeia, Symptomata und Syndromai, bei Galenus (Defin. med. CLXVI) sogar der Begriff der pathognomen Anzeichen angegeben. Celsus (De med. Lib. II. C. IV) betont die Wichtigkeit der Symptomen, Soranus (Peri gyn. L. II. C. IV) bedient sich mit Differentiadiagnosen* Demgemäss ist der Verf. der Ansicht, dass Krankheit und Symptom schon im klassi­schen Altertum nicht denselben Begriff bedeutet haben. Fracastoro (1546 [52]) nimmt an, dass die Infektionskrankheiten durch unsicht­baren, kleinen Lebewesen verursacht werden. A. Kircher (1658 [95]) entdeckte im Blut der Pestkranken das von ihm als Contagium animatum genannte Gebilde, Leeuwenhoek (1675, 1683 [110]) beschrieb Protozoen und bakteriumähnliche For­mationen. De le Boë machte die Acrimonien verantwortlich [18], demgegenüber war Muratoris ein Verteidiger des Contagiums. Sydenham beschrieb den Genius epidemicus, und gab als Grund der Seuchen den tellurischen Faktor an [163]. /, Hunter [90] behauptete schon, dass die Entzündung mit der Abwehrkraft des Organismus verbunden sei. Die Anhänger der Ontologie waren der Ansicht, dass die Krankheiten auch formell parasitär wären; die Naturhistorische Schule (zB. K. R. Hoffmann [86]) behauptete, dass die Krankheiten eine niedrige biologische Reihe der Entwicklung bedeuten. Es ist ein Verdienst von Gaub [54], und Plenciz [134] dass der Gedanke, Seuche wird durch Ansteckung verbreitet, in Vordergrund kommt. Ehrenberg (1838) spricht von Infusorien, Henle (1840) über dem Contagium animatum [82]. Pollender [131], Brauel [28], Devaine fanden im Blut der Milzbrandkranken — mit dem Mikroskop — kleine Stäbchen (Bazillen). Semmelweis macht seine grundlegende Entdeckung. Pasteur beschreibt die Bakterien, und die Postulaten des R. Kochs geben die Möglichkeit zur Identifikation. Metschnikoff entdeckte die Phagozytose, der Ungar /. Fodor (1885 [46-48]), wie auch dann (1886) Nutall die bakterizide Wirkung des Blutes. Der Ungar S. Weszprémi [172] impfte 1775 in London mit Inoculation des Bubo­neneiters gegen Pest. Die erste erfolgreiche Vakzination ist Jenners Verdienst (92). E. Roux und Yersin isolierten das Diphtheriatoxin. Behring [9] und Kitasato [16] entdeckten das Diphtherie-Heilserum. P. Ehrlich legte klar [41-43] den Begriff der aktiven und passiven Immunisierung. Es begannen baldlich die Schutzimpfungen. II. Das medizingeschichtliche Panorama einiger Infektionskrankheiten 1. Die Diphtherie Hippokrates (De dent. VIII, Epid. VI. 7, Aphor. 105) schreibt über Paristhmia und Kynangche. Galenus (Def. med. CCLIV) ist im klaren darüber, dass die Er­krankung Atembeschwerden verursacht. Aretaeus (De caus. sign. ac. morb. I. c. IX) gibt ihr den Namen syrische Exulzeration, und beschreibt vorzüglich das Krank­heitsbild. Aëtius (Tetrabibl. [2]) gibt an, dass der Belag zur Suffokation führt. Im Folgenden werden die wichtigsten Epidemien beschrieben. Der Name croup stammt von E. Home (1795; [87]), das schottische Wort bedeutet: Heiserkeit. Durch Bretonneau (1826; [30]) wird die Diphtherie von der banalen

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