Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 50. (Budapest, 1969)
TANULMÁNYOK - Regöly-Mérei Gyula: Fejezetek a fertőző betegségek történetéből (Gerlóczy Zsigmond emlékére)
Halsentzündung abgegrenzt, er hält die Erkrankung für infektiös, und gibt ihr den Namen Diphtherie, aus dem griechischen Wort Diphthera (tierisches Fell) gebildet. Grosse Verdienste hat auch Trousseau (168). Bretonneau verwirklicht die schon früher empfohlene Trachéotomie. Die durch Klebs schon 1873 bemerkte [96] Diphtherie-Bazillen wurden durch Löffler 1884 [115] isoliert. Das Behringsche Heilserum kam schon 1892 im breiten Kreis zur Verwendung [9-12], 1913 entdeckte Behring die aktive Schutzimpfung gegen Diphtherie [14, 15]. Das Anatoxin beschrieb Ramon 1923 [140]. An dem VIII. Internationalen Kongress für Hygiene und Demographie zu Budapest (1-9. Sept. 1894; [57]) wurde auch das Heilserum besprochen, und die Kinderklinik zu Budapest wurde mit der klinischen Beurteilung beauftragt. Prof. Bókay, Prof. Gerlóczy und Priv. Doz. Berend sen. beschäftigten sich mit der Frage. Die verzüglichen Heilergebnisse des Behringschen Serums werden an Tab. I. veranschaulicht. Tab. II. gibt den Zusammenhang zwischen dem Heilergebnis und der frühzeitigen Anwendung. Tab. III. bringt die einst benutzten Gesammtdosen. Die Serumtherapie beinflusste sehr günstig auch die durch O'Dwyer 1885 angewendete Intubation (Tab. IV.). Ungarn begann als erster Staat die obligate aktive Immunisierung (1938). Dank der Prevention sank die Mortalität auf 0,01 [40]. 2. Der Typhus abdominalis Zuerst durch Fracastoro [51] als Infektionskrankheit beschrieben. Die ileocoecale Lokalisation wird durch Spieghel (1624 [159]), die Exulzeration durch Willis (1659 [174]) beschrieben. Baglivi (1695 [7]), Schönlein [156]), Griesinger [76] sondern sie vom Fleckfieber. Huxham (1737 [91]) schreibt schon über Somnolenz und Delirien. Der Ausdruck fièvre typhoide stammt von P. Louis (1829; [114]), die Benennung Bauchtyphus aber von Schönlein (1832 [156]). Murchinson (1862) ist im klaren, dass die Krankheit durch Fäkalien der Erkrankten verbreitet wird, doch Budd nimmt an, dass das Erregergift im Darm der Kranken erzeugt wäre. Ebzrth (1880) und Gaffky (1884) entdecken den Krankheitserreger. Koch beschreibt die Bazillenträger. Pfeiffer und Kolle (1896) entdecken die Schutzimpfung gegen Typhus. Wie bekannt, haben die s. n. Milchepidemien eine besonders grosse Bedeutung. Am Ende des vorigen Jahrhunderts beschrieb Gerlóczy schon solche Fälle. 3. Das Fleckfieber Verf. beschreibt die medizingeschichtliche Angaben, wie auch die grösseren Epidemien. Dann werden die heroischen Selbstversuche der Ärzte besprochen. Gerlóczy macht anfangs unseren Jahrhunderts darauf aufmerksam [66, 67], dass Fleckfieber auch bei Friedensverhältnisse vorkommen kann, wenn auch nicht in Form einer Epidemie, sondern in vereinzelten Fällen. Die Gefahr ist aber eben darin, dass man nicht an Fleckfieber denkt, und er gibt deswegen eine sehr gute Übersichtstabelle zu einer differentialen Diagnose. 4. Die Cholera Zuerst wird die Geschichte der Erkrankung und die Pandemiewellen besprochen. Über den letzteren gibt Tab. V. eine Übersicht. Der Erreger wurde durch Koch und Mitarb. 1883 entdeckt. Zur selben Zeit