Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 46-47. (Budapest, 1968)

ADATTÁR - Antall József—R. Harkó Viola—Vida Tivadart: Semmelweis Ignác összegyűjtött kéziratai

[4] Korbuly György : Semmelweis a kortársak feljegyzéseiben. Klny. az Orvoskép­zés 1940. évi 4. füzetéből. 630-632. 1, [5] Palla Ákos : Semmelweis ismeretlen kézirata. Communicationes ex Bibliotheca Históriáé Medicae Hungarica 24. kötet, 76—79. 1. (Német szövege: Ákos Palla: Eine unbekannte Handschrift von Semmelweis. Communicationes uo. 80 — 83. 1. Francia szövege uo. 84 — 87. 1.) Zusammenfass ung Die Forscher der Vergangenheit, die Befrager der Geschichte von gestern messen immer einen ausserordentlichen Wert den Handschriften bei. Die wert­vollsten sind natürlich diejenigen, welche unbekannte Daten, vergessene Episo­den beinhalten, jene Handschriften also, die uns bei der Erklärung solcher Ereignissen, die im Dunkeln blieben, oder ihrer Triebfeder eine Hilfe leisten. Das Untersuchen der Handschriften ist aber auch hinsichtlich des besseren Erkennens ihrer einstigen Verfassers, dessen Persönlichkeit, Sprachkenntnis oder Abfassungsfähigkeit, mit einem Worte: des Menschen nicht belanglos. Lassen wir auch an erster Stelle den Inhaltswert, genauer den Quellenwert der Handschriften gelten, können wir doch nicht vergessen, dass die Hand­schrift auch als geschichtliche Dokumentation, als Museumsmaterial einen Wert hat. Die Handschrift eines grossen Staatsmannes, Gelehrten oder Künstlers als Produkt von geistiger Anstrengung, oder einfach der Hände Arbeit unserer Vorfahren gilt für eine Reliquie, welche wie die Bibliotheken, so auch die Museen unter die wertvollsten Stücke ihrer Sammlungen rechnen. Eine Handschrift ist für die Museen ein „Kunstobjekt" von gleicher Bedeutung und musealer Wert­schätzung, wie das Gegenstandmaterial, insbesonders im Falle von Museen mit wissenschaftsgeschichtlichem Charakter. Eben aus diesen Gründen betrachteten wir es für notwendig, dass wir an­lässlich der 150. Wiederkehr des Geburtstages von Semmelweis, dessen hand­schriftlichen Nachlass zusammenfassen, seine auffindbaren Handschrifte, die uns bekannt sind, zusammensammeln. Dies umso mehr, da doch Semmelweis einer jener grossen Männer ist, die sehr wenig Handschriften hinter sich Hessen. Die Handschriften seiner im Druck erschienenen Werke: seines Buches, seiner Offenen Briefen, seiner Artikel sind verloren gegangen. Aber auch die Hand­schrift seines vorbereiteten geburtshilflichen Lehrbuches ist spurlos verschollen. Das „Orvosi Hetilap" ( = Ärztliches Wochenblatt) informierte im 1802 seine Leser über dieses im Druck dann nie erschienenes Werk folgendermassen : „Universitätsprofessor Ignác Semmelweis arbeitet an einem geburtshilflichen Lehrbuch für Ärzte, dessen äussere Ausstattung durch zwischen den Text­teile gedruckten Abbildungen seinem wertvollen Inhalt entsprechen wird; so dass es mit den bedeutendsten Facharbeiten im Ausland wetteifern wird, wo­durch sein Erscheinen mit Recht für Gewinn der ungarischen Fachliteratur be­trachtet werden kann" [1]. Die Forscher befassten sich aber mit dem Schicksal der Handschriften von Semmelweis umso mehr, als er laut Angaben seiner Werke und jenen seiner

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