Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 46-47. (Budapest, 1968)
ADATTÁR - Antall József—R. Harkó Viola—Vida Tivadart: Semmelweis Ignác összegyűjtött kéziratai
Biographie eine sehr ausgedehnte Korrespondenz pflegte. Mehrmals wartete man von denen den Schlüssel, die Aufhellung einiger Rätsel seines Lebensweges. Tiberius Győry, einer der bedeutendsten Semmelweis-Forscher schrieb im J. 1906 verdrossen: „Ausser dem Hess er nichts weiteres hinter sich, nicht einmal eine Zeile Handschrift" [2], Mit dem Ausdruck „ausser dem" meint er seine im Druck erschienenen Werke und seinen ungarisch verfassten Brief an die Ungarische Akademie der Wissenschaften, die er vorangehend erwähnt. Noch im selben Jahr wird aber der im Klausenburg (Cluj, Kolozsvár) aufgefundenen Semmelweis-Handschrift gedacht [3], und alsbald kommen im Ausland und daheim Semmelweis-Handschriften ans Tagelicht. Im J. 1940 fasst György Korbuly die Zahl der bis dahin bekannten Semmelweis-Handschriften zusammen: „falls wir uns heute darüber interessieren, wieviel Handschriften von Semmelweis kennen wir, ist die Antwort eine geradezu niederschlagende. Aus seiner mit Herz und Hand gepflegten riesigen Korrespondenz kennen wir heute nurmehr fünf seine authentischen Briefe." Dazu fügt dann noch Korbuly die zwei deutschsprachige, „mit Semmelweis' eigener Hand niedergeschriebene" Gedichtlein zu, die ohne wissenschaftliche Bedeutung sind [4]. Eben darum publizieren auch wir diese Kindheitsgedichte, bzw. da sie gleichlautend sind, das eine. Diese scheinen aber nicht eine Handschrift des siebenjährigen Ignác Semmelweis zu sein. Vielmehr erkennen wir darin anhand der Unterschrift des Testaments von „Theres Semmelweis geborene Müller" die Handschrift seiner Mutter. Seit den Nachforschungen von Korbuly sind weitere Semmelweis-Handschriften in London und in Budapest aufgetaucht. Obschon die neueren Biographien von Semmelweis zahlreiche Handschriften von ihm bekanntgeben, ist es doch begründet die bisher bekannt gewordenen zusammen zu sammeln und sie den ausländischen Forschern zu erschliessen. In den Spalten unserer Publikation gab schon früher [5] Ákos Palla eine Handschrift von Semmelweis bekannt (den Text teilte er im vollen Wortlaut nicht mit) und bei dieser Gelegenheit befasste er sich auch mit dem Problem der Semmelweis-Handschriften, indem er bemerkte, „die Literatur hat kaum von 20-30 Stücken Kenntnis". Diese globale Feststellung gründete sich mehr auf eine grosszügige Übersicht, als auf bibliographische Forschungen, da doch im Jahre des Erscheinens dieser Publikation die Semmelweis-Literatur kaum mehr Handschriften in Evidenz hatte, als zur Zeit Korbulys. Letzlich soll betont werden, dass die in dieser Publikation mitgeteilten, wie auch in derselben Nummer von András Daday mitgeteilte Handschrift von Semmelweis keineswegs den Abschluss der Forschungsarbeit bedeuten kann. Unserer Überzeugung nach können noch Semmelweis-Handschriften sowohl im Ausland, als auch in Ungarn auftauchen. Gewiss sind sie in den Archiven, im Archivenmaterial seiner einstigen Wirkungstätten (Wien, Budapest), aber auch bei den Abkömmlingen der einstigen Adressaten seiner nach dem Ausland gesandten Briefe, sowie bei Privatsammlern auffindbar. Ja, wir können nicht einmal behaupten, dass wir alle in der Fachliteratur erwähnten Handschriften zusammengetragen haben. Es ist durchaus möglich, das auch etliche von den