Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 45. (Budapest, 1968)

TANULMÁNYOK - Spielmann József—Szőkefalvi Nagy Zoltán—Soós Pál: A kémikus és balneológus Mátyus István és kora

Diaetetica ist es nicht festzustellen, ob er selbst quantitative Feststellungen ver­richtet hat. Über die Methoden Mátyus' anlässlich seiner im J. 1772 unternommenen Mineralwasseranalysen können wir uns nur von den Monographien Wagners und Crantz' ein Bild machen. Auch da verwendet er die Verdunstung des Wassers, die Bestimmung durch violettes Dekokt, die Probe mit Hilfe von Gallpulver, die Bestimmung durch Salmiakgeist, weiter unternimmt er Prü­fungen mittels Schwefelsäure, ausgebrannter Eierschale und Krebsauge, usw. Diese Chemikalien galten jedoch schon damals zu wenig für die Ausführung einer genauen Wasseranalyse. Darum bemerkt Crantz in seinem Buch nach der Beschreibungen von Mátyus fast überall, dass es eine genauere und präzi­sere chemische Analyse nottut. Wir erwähnten bereits, dass er auch im Falle der Radnaer Mineralquellen nur über wenige Reagenten verfügte. Da prüfte er zunächst mit Schwefelsäure, er beobachtete, ob sich das Wasser klärte, ob sich Blasen im Wasser zeigten. Danach prüfte et mit Lauge und Salmiakgeist, ob sich das Wasser trübe und ob die sich bildende Trübung auf Einwirkung von Schwefelsäure wieder ver­schwinde? Mit Veilchensaft als Indikator prüfte er den säurigen oder alkali­schen Charakter des Wassers. Im Falle des Mineralwassers bei Szentgyörgy verwendete er auch in Salpetersäure gelöstes Quecksilber (Quecksilber (I) Nit­rat). Dies ist auch deswegen merkwürdig, weil seine siebenbürgischen und ungarischen Zeitgenossen im solchen Falle mit dieser Chemikalie nicht arbeite­ten. Er hatte kein Berlinerblau (richtiger: Blutlaugensalz) zur Disposition um das Vorhandensein von Eisen nachzuweisen. Darum konnte er den Eisenge­halt der Mineralwässer nicht bestimmen und übersandte er Crantz den trockenen Rest der verdunsteten Wässer zwecks weiterer Untersuchungen. Von der Reihe seiner analytischen Beobachtungen, die in seinem handschrift­lichen Werke figurieren, ist es überaus merkwürdig, dass er die Verdunstung der aus Zovány geholten Wasserprobe versuchte. Er trachtete den trockenen Rest im von innenher glasierten irdenen Geschirr durch langsame Verdunstung zu gewinnen. Der Alaungehalt des Wassers setzte sich jedoch auch an die äussere Fläche hinaus. Er bekam aus einer Wassermenge von 10 Unzien und 2 Loten 37 Granum trockenen Restes, hauptsächlich Alaune. Das ist die einzige Angabe darüber, dass Mátyus während einer Wasseranalyse auch quantitative Unter­suchungen unternahm. Unsere letzte Angabe über die Heilwasseranalysen Mátyus' ist der V. Band seiner Alten und Neuen Diaetetica. Die Gruppierung der mehr als 50 sieben­bürgischen Mineralwässer ist da viel zeitgemässer, als in seiner Diaetetica: er unterscheidet 1. schwefelige, 2. alkalische, 3. eisen- und 4. salzhaltige Quellen. Er leitet die Mineralwässer aus den Süsswässern her. Diese lösen während ihres unterirdischen Weges die Erze und besonders das Eisen auf. Aber es sind in ihnen Kochsalz, Salpeter, Alkali usw. aufzufinden. Er vertrat die dama­lige wissenschaftliche Auffassung indem er betonte, dass in den Mineral­wassern ausser dem Eisen kein metallisches Element vorhanden sei. Die Ironie des Schicksals wollte es, dass er das Vorhandensein von Schwer-

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