Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 45. (Budapest, 1968)
TANULMÁNYOK - Spielmann József—Szőkefalvi Nagy Zoltán—Soós Pál: A kémikus és balneológus Mátyus István és kora
metallen eben in jenen Radnaer Quellen in Abrede stellte, in denen in nicht einmal zwei Jahrzehnten Nyulas Mangan entdeckte. Nyulas ist jedoch in dieser Entdeckung nur der grosse Bergman vorausgegangen. In seinen Untersuchungen beschrieb er hinsichtlich der Zusammensetzung der Mineralwässer etwa 12 verschiedene Stoffe: 1. Magnesiumcarbonat, 2. Natrium-hydrogencarbonat, 3. Eisen, 4. grünfarbiges Eisenvitriol, 5. ein Salz, das dem englischen Bittersalz ähnelt, 6, Magnesiumsulfid, 7. Magnesium-Nitrit, 8. Kochsalz, 9. Salpeter, 10. Kupfer, 11. Kohlendioxyd, 12. Schwefelwasserstoff. Die Reagenten, die in der Alten und Neuen Diaetetica zur Verwendung gelangen, sind ähnlich den vorher erwähnten. Als organische Reagenten benützte er Farbenindikatoren botanischer Herkunft: violettes Julep und Curcuma. Überdies organische Säuren und sauere Obstsäfte, in manchen Fällen Milch zur Indentifizierung des Eisens, Pulver von Gallapfel. Die Reagenten Mátyus' waren wohl schon in seiner Zeit veraltet gewesen. Seine Mineralwässer analysierende Tätigkeit liess seit der 70-er Jahren nach. Wahrscheinlich hing das mit seiner wachsenden ärztlichen Beschäftigung zusammen und einigermassen auch mit den zunehmenden Jahren. Es reicht Mátyus zur Ehre, dass er Crantz selbst aufmerksam machte auf die Mängel seiner wasseranalysierenden Tätigkeit und dass er auf eine vom Staat geförderte, genauere Untersuchung aller Mineralwässer Siebenbürgens drängte. Wenn wir seine am Gebiet der Mineralwasserforschung leistete Arbeit ermessen, können wir feststellen, dass diese am Anfang der 70-er Jahren des XVIII. Jahrhunderts im Siebenbürgen bahnbrechend war. b) BESCHREIBUNG DER MINERALWÄSSER UND DER MOFETTEN DES SIEBENBÜRGISCHEN BECKENS Wie wir bereits erwähnten, Mátyus beschreibt in seiner Alten und Neuen Diaetetica — seine früheren Untersuchungen zusammenfassend — mehr als 50 Mineralwässer. Dabei kommen auch 3 Mofetten vor. István Mátyus beschäftigte sich viel mit den Radnaer Mineralquellen. Er beschrieb und untersuchte 6 Quellen der Radnaer Umgebung. Die 2 eisenhaltigen Quellen in Radnaborberek werden von ihm für eines der ausgezeichnetesten Mineralwässer des siebenbürgischen Beckens gehalten, was ihr Geschmack betrifft. Er beschreibt das Mineralwasser von Ginyisor, welches später Ferenc Nyulas asufürhlich untersucht, sowie jene Mineralwässer von geringerer Bedeutung, die am Rand des zu den Borvölgyer Quellen führenden Weges, in der Stadt Óradna liegen. Er bemerkt, dass letztere von den in der Umgebung sich aufhaltenden Badegästen im allgemeinen nicht benutzt werden. Grosse Aufmerksamkeit wendet er der Analyse jener Mineralquelle, die später von Nyulas als „Dombháti" („Hügelrücken-Quelle") bezeichnet wird. Überaus lobt er deren Heileigenschaften und er bringt sie mit ihrer Purgativkraft in