Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 45. (Budapest, 1968)

KISEBB KÖZLEMÉNYEK — ELŐADÁSOK - Arnold Huttmann: A röntgensugarak felfedezése, és annak dél-erdélyi sajtóvisszhangja (Német nyelvű közl.)

die ersten Beziehungen der Röntgenologie zur gerichtlichen Medizin und sogar zu der Psychiatrie hergestellt: Im Folgenden zogen immer weitere medizinische Fachgebiete die neue Ent­deckung als Hilfsmittel für ihre Zwecke heran. Schon nach kurzer Zeit waren die ersten Beziehungen der Röntgenologie zur gerichtlichen Medizin und sogar zu der Psychiatrie hergestellt: Röntgens Strahlen vor' Gericht (K. Z. Nr. 68 vom 21. März 1896, S. 3) In England klagte eine Schauspielerin und Tänzerin den Direktor des Thea­ters in Leeds, wo sie in einer Gastrolle auftrat, auf Schadenersatz, da sie auf einer schadhaften und schlecht beleuchteten Treppe gestürzt war. Der Beklagte behauptete, dass die Klägerin simuliere. Als Antwort hierauf legt e der Anwalt der Klägerin den Geschworenen und dem Richter die m it Röntgenschen Strahlen ausgeführten Photographien der beiden Füsse der Klägerin vor, die zeigten, dass einige Knochen des rechten Fusses an den Bruchstellen schlecht zusammengewachsen und verschoben waren ... Der Richte erkannter ihr einen Schadenersatz von 3000 Mark zu. Die Kugel im Kopfe (S. D. T. Nr. 6885 vom 6. August 1896, S. 809) Aus Berlin wird berichtet, dass die Photographie mit Röntgenstrahlen in einem ungewöhnlichen Falle eine überraschende Klarheit ergab. Ein Ham­burger Konditorgehilfe, der vor Jahren einen Selbstmordversuch begangen hatte, behauptete, die Kugel im Kopfe zu haben und wurde wegen dieser „fixen Idee" vier Jahre in einer Irrenanstalt festgehalten, bis er auf Zureden schriftlich erklärte, er erkenne seinen Irrtum. Kürzlich nun liess der Ent­lassene in Berlin seinen Schädel mit Röntgenstrahlen photographieren. Die Kugel wurde thatsächlich unterhalb des rechten Auges gefunden. Auch in die feuchtfröhliche Atmosphäre des Studentenbetriebes des Jahres 1896 hielt schon sehr bald Röntgens Entdeckung in Form einer Parodie auf die „alte Burschenherrlichkeit" ihren Einzug. Wir bringen eine Kostprobe des Liedes, das bei einem Kommers, möglicherweise sogar in Gegenwart von Professor Röntgen, gesungen wurde: Röntgenstrahlen-Poesie (S. D. T. Nr. 6821 vom 21. Mai 1896, S. 529) In Berlin wurde gelegentlich eines Kommerses zu Ehren des Würzburger Professors v. Röntgen auch ein Lied nach der Melodie „O alte Burschenherr­lichkeit" gesungen, von dem wir einige Strophen hier wiedergeben wollen: O alte, traute, dunkle Zeit, Wohin bist du verschwunden! Was ward zu uns'rem Herzeleid Von Röntgen doch erfunden:

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