Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 33. (Budapest, 1964)

Dr. Frantisek Pachner: Semmelweis és Prága

fach nicht soviel Bedeutung beigemessen, wie es Skoda, Rokitansky und Hebra taten und allerdings auch Semmelweis selbst. Kiwisch verblieb auch später als Professor in Würzburg in seinen Publikationen und Lehrbüchern Verfächter alter halbmystischer Ansichten. In der Zeitschrift der K. k. Gesellschaft der Ärzte, 2. Jahrgang 1850, Heft 6, Seite 300, veröffentlichte Kiwisch der damals schon von Würzburg im Begriffe war einen Artikel nach Prag abzugehen lassen, in welchem er seine Ansicht über die Unschäd­lichkeit von Leichenteilen für die Gebärende darlegte und wieder­holte, dass seine „Uberzeugung diesbezüglich sich nicht geändert habe. Auch später noch, als er wieder in Prag war, bezeichnete er die Semmelweissche Lehre immer wieder als groben Irrtum. Das Puerperalfieber lässt sich, seiner Ansicht nach, mit der Semmel­weisschen Theorie nicht erklären". Das Puerperalfieber ist eine spezifische Erkrankung der Wöchnerinnen miasmatischen Ur­sprungs. Und in seinem im Jahre 1852, also schon nach seinem, Kiwischs, Tode erschienenem Lehrbuch schrieb er Folgendes :... „von allen angegebenen Ursachen des Kindbettfiebers steht der Genius epidemicus an erster Stelle und das mit vollem Recht", Er, Kiwisch, kann aus eigener Erfahrung überzeugend nachweisen, dass das direkte Hinübergehen aus dem Seziersaal in den Kreissaal und die Untersuchung der Kreissenden für sie keinerlei Gefahr mit sich bringe, und umgekehrt, auch wenn ein solches Verbot an seiner Klinik strikte eingehalten wurde, kam es manchmal zum Ausbruch einer Epidemie in voller Stärke. ,,Kiwisch behauptet sogar, dass er, selbst nicht nur einmal aus dem Seziersaal direkt in den Kreissaal gegangen ist und dort Gebärende ohne jedwede gründliche Chlor­waschung untersucht hat ohne dass er jemals beobachtet hätte, dass eine der Frauen an Kindbettfieber erkrankt wäre". Alfred Hegar in Freiburg, sonst ein ergebener Verehrer Kiwischs und seines berechtigten wissenschaftlichen Rufes, schrieb später über diese Äusserungen Kiwischs : „Und das schrieb derselbe Mann, der in seiner geburtshilflichen Klinik in Würzburg eine 26 prozentige Mortalität an Kindbettfieber hatte". Nach Jungmanns Pensionierung (1850) kehrte der bereits schwer kranke Kiwisch nach Prag zurück und wurde Jugmanns Nachfolger als Vorstand der Klinik. Er wirkte dort aber kaum ein Jahr und starb am 26. Oktober 185 L

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