Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 32. (Budapest, 1964)

Dr. Fabritius, Walter: 80 Jahre seit der Einführung der Cocainanästhesie in der Ophthalmologie durch Dr. Carl Koller

No. 19 seine „Historische Notiz über die ersten Anfänge der Lo­kalanaesthesie" erscheinen liess, erinnerte man sich seiner und am 22. Februar 1929 wurde ihm auf Antrag des Oculisten Dr. August Wagenmann von der medizinischen Fakultät in Heidelberg die berühmte goldene Kussmaul-Medaille einstimmig verliehen. Im Jahre 1930 wurde er von der Gesellschaft der Ärzte in Wien als „Begründer der Cocainanaesthesie am Auge" zum Ehrenmit­glied ernannt. Ebenfalls im Jahre 1930 wurde Koller in Amerika durch die Verleihung der 1. Medaille der New Yorker Medizi­nischen Akademie (New York Academy of Medicine) durch ihren Präsidenten J. A. Hartwell ausgezeichnet. Es ist für uns von besonderem Interesse zu wissen, dass es ein Kronstädter Arzt gewesen ist, der Koller zu seinen erwähnten ehrenvollen europäischen Auszeichnungen mitverholfen hat. Dr. Äugst Faburitius, Augenarzt und Direktor des kronstädter staat­lichen Augenspitals traf erstmalig im Jahre 1879 mit Koller als Freiwilliger im Garnisonsspital in Wien zusammen. Gelegentlich des internationalen Ärztekongresses in Budapest im Jahre 1909 fand bei Prof. Adolf Szily ein Mittagessen statt, bei dem erzählt wurde, dass auch Dr. Koller aus Amerika zum Kongress gekommen sei. Dr. Fabritius erinnerte daran, dass Koller das Cocain gerade vor 25 Jahren in die Augenheilkunde eingeführt habe u. dass es wohl angezeigt wäre, ihm die verdiente Anerkennung seiner Fach­genossen auszudrücken. Am nächsten Tage begrüsste Prof. Szily als Kongressleiter zu Beginn der Sitzung besonders herzlich Dr. Koller, wahrscheinlich durch die Bemerkung des Dr. Fabritius veranlasst. Am Schluss der Sitzung ging Fabritius auf Koller zu, der ihn sogleich erkannte u. sagte, er hätte ihm schon oft im Geiste für seine segensreiche Tat im Jahre 1884 gedankt u. wenn es von ihm abgehangen wäre, so hätte er dieses nicht nur in Worten, son­dern auch in anderer Form gerne getan. Um diese andere Form bemühte sich Dr. Fabritius nach diesem Kongress in Wiener ärztlichen Kreisen, ebenso 1924 mit der Anregung Dr. Koller zur Verleihung eines ganzen oder halben Nobelpreises vorzuschlagen. 1927 wandte er sich an Prof. Axenfeld, dem Vorsitzer der deutschen ophthalmologischen Gesellschaft mit dem gleichen Vorschlag. Auf Antrag des Prof. Dr. August Wagenmann als Vertreter der

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