Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 32. (Budapest, 1964)

Dr. Fabritius, Walter: 80 Jahre seit der Einführung der Cocainanästhesie in der Ophthalmologie durch Dr. Carl Koller

Zunge und den Lippen verusacht. Der Cocastrauch ist in Peru, Bolivien, Argentinien und Brasilien heimisch, neuerdings auch in Java, Indien, Sumatra und Madura angepflanzt. Dem Assistenten des grossen Chemikers Woehler in Göttingen Dr. Albert Niemann war es erstmalig gelungen das wirksame Prinzip aus den Cocablät­tern zu extrahieren, das er Cocain nannte. So wurde Koller 1884 mit diesem neuen Mittel bekannt und gleich begann eine Reihe von Versuchen. Von dem später vielgenannten Psychoanalytiker Sig­mund Freud, der ein besonderes Interesse für die Wirkung des Cocains auf das Zentralnervensystem hatte, aufgefordert, machten beide Experimente, um die Wirkungen des Cocains zu erproben. Sie pflegten kleine Mengen des Mittels einzunehmen und stellten Beobachtungen über die anregende und über die ermüdende Reak­tion des menschlichen Organismus auf das Cocain an. Zugleich ver­suchte Koller in Strickers Laboratorium durch Einträufelung einer 2% Cocainlösung in das Auge des Frosches und des Meer­schwein chens Unempfindlichkeit zu erzeugen. Er fand die Con­junctiva und die Cornea unempfindlich gegen mechanische, ther­mische, chemische und faradische Reize. Dann machte er Versuche an sich selbst, an Collegén und an vielen Patienten. Der damalieg Leiter der II. Augenklinik v. Reuss mit seinen Assistenten Boch­ner und Dimmer waren dem Sekundarärzte der Abteilung Koller bei der Erprobung des Mittels bei Eingriffen am Auge behilflich. Der grosse Wurf war gelungen. Am 15. September 1884 Hess Koller eine erste vorläufige Mitteilung über seine Entdeckung in der Heidelberger Ophthalmologischen Gesellschaft durch den Triestiner Augenarzt Dr. Brettauer verlesen, der gleichzeitig der Versammlung die Kollerschen Experimente vorführte. Schon am 17. Oktober 1884 hielt Koller persönlich einen ausführlichen Vortrag­über das gleiche Thema in der Gesellschaft der Arzte in Wien. Professor Dr. Josef Meiler, Direktor der augenärztlichen Uni­versitätsklinik Wien, der die Gedenkrede zum 50. Jahrestage des Vortrages von Dr. Carl Koller über das Cocain vor der Gesell­schaft der Ärzte in Wien am 19. Oktober 1934 hielt, erwähnt, dass man aus dem trockenen Sitzungsbericht der Heidelberger Versammlung nicht erkennen könne, welchen Eindruck die Mittei­lung Kollers auf die Sitzungsteilnehmer gemacht habe und. man

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