Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 4. (Budapest, 1956)

Prof. IVÁNYI BÉLA: „Vízégetés" Nyugat-Magyarországon a XVI—XVII. században

Dobra (Neuhausz), Pinkafő (Pinkafeld), Kismarton (Eisenstadt), Korlátkő und Kovarc das Wasserbrennen im Gange war. In Rohonez gab es Ende des XVI. Jahrhunderts sogar schon ein Wasserbrenner­Haus, welches im Jahre 1(516 für den Betrag von 40 Gulden zweck­mässig ausgestattet wurde. Im XVII. Jahrhundert gibt es schon an allen Orten wo das Wasserbrennen ausgeübt wurde, entsprechende Ausstattungen, und in den Inventaren werden häufig die dazu gehörigen Geräte genannt. Auf den Besitzungen der Familie Batthyány wird das Wasser­brennen durch sachkundige Leute verrichtet. Es sind bereits einige mit Namen genannt, so z. B. István (Stefan) András, Erasmus, Adam Perl. Von einer Wasserbrennerin ist auch die Rede, doch erfahren wir deren Namen nicht. Die Entlohnung der Wasscrbrenner besteht aus Bargeld und Naturalien, z. B. 15 Gulden jährlich, ferner täglich y 2 (später nur V4) Masz Wein, zwei Weissbrote (,,Cippolten"), und wöchentlich fünf Pfund Fleisch. Ausserdem erhalten sie gelegentlich eine ausser­ordentliche Belohnung. Ab und zu kommt es vor, dass Apotheker, ja sogar Ärzte das Wasserbrennen verrichten. Das sammeln der Heilkräuter ist mit dem Wasserhrennen ver­bunden. Für diese Tätigkeit werden Kräutersammlerinnen angestellt, deren Entlohnung dem der Wasserbrenner gleichwertig ist. Das Ausüben dieser Tätigkeit beschränkt sich aber natürlich auf die Sommerzeit, ist also eine Saisonarbeit. Die W r asscrbrennerhäuser sind mit für obige Arbeit zum Hacken der Kräuter entsprechenden Klötzen und Messern ausgetattet. In den Apotheken werden dann diese Kräuter in Schubladen aufbewahrt. Abgesehen von den Wasserbrennereien kommt es vor, das die Batthyánys destilliertes Wasser z. B. aus Graz beziehen. Die Inventare der Apotheken verraten uns die Mannigfäehigkeit. der Arzneien und Heilwasser, welche mit Hilfe der Kräuter und des destillierten Wassers hergestellt wurden. 3 Orvostörténeti közi. — 5-4 33

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