Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 3. (Budapest, 1956)

Prof. FRANZ KISS: Stephan von Apáthy als Neurolog

sich gleichsam in eine geistige Einsiedelei (innere Dissidie­rung) zurück. Er gleicht der Frau, die nicht mehr wagt einem Kinde das Leben zu schenken. Die zweite Gruppe vernichtet unter Einfluss der unsinnigen Angriffe seine Schöpfungen, wie die grossen wilden Tiere, die in den Käfigen der zoologischen Gärten ihre Neugeborenen sofort töten. Von Fachmännern wird diese Erscheinung so erklärt, dass diese Tiere ihre Jun­gen nicht der Gefangenschaft preisgeben wollen. Der dritten Gruppe gehen die unbegründeten und ungerechten Angriffe so ans Herz, dass sie an ihren psychischen Leiden vorzeitig sterben. Apáthy gehörte der ersten Gruppe an. Auf Grund meiner ähnlichen Erfahrungen klage ich ihn deswegen heute nicht an. Dem Schicksal der angeführten drei Gruppen kann ein Gelehrter oder Künstler nur dann entgehen, wenn er in seiner Seele auch solche höhere Ideen (Ehre zum Vaterland, zum Volk und zu den Autoritäten, die die Möglichkeit zur Ausführung der Forschungen garantiert haben, innerliche Gewissheit in der Wahrheit der neuen Ergebnisse. Zuversicht in der richtigen Beurteilung der Zukunft etc.) beherbergt, die von „vornehmen Pferdehändlern'' 1 nicht mit Kot beworfen werden können. Apáthy hatte auch an seiner zweiten Walstatt auf dem Ge­biete der sozialen und politischen Kämpfe kein Glück. Wie bereits erwähnt, haben die nach dem ersten Weltkrieg ange­brochenen historischen Kataklismen auch ihn beinahe unter ihre Ruinen begraben. Seine wissenschaftliche Laufbahn musste er nach dem gezwungenen Verlassen seines Institutes und von Siebenbürgen unter gleichen primitiven Verhältnissen beenden, wie er sie vor 30 Jahren begann. Es ist kein Wunder, 1 Ein Ausdruck von J. Arany, eines der grössten ungarischen Dichter, der das Patenkind meines Urgrossvaters war. Apathy, der sorgfältigste Mikrotechniker und der gewissenhafte Gelehrte, wurde nämlich von einem seiner Gegner als ..Schwindler" ver­leumdet. Er war gezwungen, sich gegen diesen ungerechten Aus­druck in einem .seiner Mitteilungen öffentlich .verteidigen.

Next

/
Oldalképek
Tartalom