Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 3. (Budapest, 1956)
Prof. FRANZ KISS: Stephan von Apáthy als Neurolog
chem Zustande leiteten die Fibrillen den Reiz weiter. Ein anderes Argument von Bethe war, dass es an den Stellen der Ranvierschen Einschnürungen kein Axoplasma gibt und der Reiz doch durchgeleitet wird. Auf Grund ihrer Untersuchungen haben Bethe und Nissl noch stärker, als Apáthy betont, dass die Reizleitung ausschliesslich an die Fibrillen gebunden ist und die Ganglienzellen eigentlich nur eine trophische Funktion haben. E. Steinach hat die Ganglienzellen der Spinalganglien durch Unterbindung der nutritiven Gefässe degeneriert, ohne die Reizleitung dadurch beheben zu können. Unserer Meinung nach ist das Experiment von Steinach kein entscheidender Beweis, denn Nervenfasern können auch ohne Aufenthalt durch die spinalen Ganglien verlaufen. Es gibt überhaupt kaum ein anderes Gebiet des Nervensystems, das komplizierter und weniger bekannt wäre, als das spinale Ganglion. In seiner Monographie bespricht Péterfi ausführlich das Schrifttum über die Morphologie und Funktion der Fibrillen, in dem er so bewandert war. Er beschreibt auch seine eigenen Experimente. Seine Schlussfolgerung lautet folgendermassen: „Die Erregungsfortpflanzung wird als eine Zellfunktion aufgefasst, die auf der Wechselwirkung der Fibrille« und der interfibrillären Substanz beruht" (S. 154). Den Neurofibrillen wurde noch durch keinerlei Untersuchungen die Rolle der Reizleitung abgesprochen. Péterfi erörtert die funktionelle Bedeutung der Neurofibrillen auf Grund seiner grossen Erfahrung und in voller Kenntnis des damaligen Schrifttums (1929). Diese auch für unsere Zeit so lehrreichen Erörterungen können aber nur in einer ausführlicheren Biographie Raum finden. 9. Apáthys ausländische wissenschaftliche Beziehungen Wie bereits erwähnt, suchten zahlreiche ausländischen Fachmänner das Laboratorium Apáthys zu Neapel und Klausenburg auf, denn sie erachteten es für wichtig, seine mikrotechnischen Methoden und Präparate persönlich zu studieren. 4 Orvostörténeti közi. — 10j5 49