Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 3. (Budapest, 1956)
Prof. FRANZ KISS: Stephan von Apáthy als Neurolog
Apáthy stand allen bereitwillig zur Verfügung, in Klausenburg kam er auch in seiner Privatwohnung oft mit Ausländern zusammen, da er auch auf seiner Wohnung ein Laboratorium eingerichtet hatte. Der beste Kenner dieser Frage ist Prof. B. Farkas, der lange Apáthys inniger Mitarbeiter und später sein Nachfolger war. Die folgenden Angaben habe ich von ihm übernommen. Aus dem Ausland suchten folgende Gelehrten Apáthy in Klausenburg auf: St. Paton (Baltimore), S. Mollier (Dozent von Kupffer aus München), J. Hermann (Brüssel), E. Godlewski (Krakau), J. Boeke (Amsterdam), A. Hasselwander (München), W. Waldeyer (Berlin), Romiti (Pisa), Stieda (Königsberg) . Die Verbindung Apáthys mit den russischen Gelehrten fing mit Kowalewskij an, der hauptsächlich wegen seiner embryologischen Forschungen berühmt war. Es gibt kein zoologisches Lehrbuch, in dem wir seinen Namen und seine entwicklungsgeschichtlichen Abbildungen nicht finden würden. Er hat die Keimblättertheorie aufgestellt, die dann vom engländer Huxley und dem deutschen Gelehrten Haeckel weiter entwickelt wurde. Bei Untersuchungen der Hirudineen befaÜst sich Kowalewskij mit Apáthys Angaben (1888), die er für meisterhaft hält und auch benützt. Den Professor der Anatomie zu Petrograd, P. Lesshaft hat Apáthy warscheinlich am internationalen ärztlichen Kongress zu Moskau kennengelernt. Später sandte Lesshaft einen seiner Assistenten (Anna Kraszuskaja) nagy Klausenburg. Längere Zeit verweilte in Klausenburg auch Jefim Semen London, ein Abteilungsvorstand in dem unter der Leitung Pavlovs stehenden experimentellen medizinischen Institut. In der neurologischen Schrifttum wird London auch als Apáthys Schüler erwähnt (Romeis: Mikrotechnik). London hat sich eingehend mit Neurohistologie befasst und nach seiner Studienreise bei Apáthy veröffentlichte er auch eine Mitteilung („Zur Lehre von dem feineren Bau des Nervensystems" 1905). In dieser Mitteilung bedankt sich London auch für das gefällige Benehmen Apáthys ihm gegenüber. Im