FODOR ISTVÁN: VÁZLATOK A FINNUGOR ŐSTÖRTÉNET RÉGÉSZETÉBŐL / Régészeti Füzetek II/15. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 1973)

Német nyelvű összefoglalás

- 93 ­Der Gebrauch des Eisens hat sich in der Kamagegend, ebenso wie in den benachbarten osteuropäischen Gebieten im 9-8.Jahrhundert v.u.Z. ver­breitet. Die früheisenzeitliche Kultur dieses Gebietes ist die Kultur von Ananjino /8-3«Jahrhundert v.u.Z./. /Abb. 9»/ Die Heikunftsfrage dieser Kultur bildet in der Fachliteratur schon seit langem den Gegenstand leb­hafter Diskussionen, da nebst dem Weiterleben der örtlichen Traditionen auch die Bedeutung neuer - vor allem aus Osten stammender - Elemente, die sich sowohl im materiellen Denkmalgut als auch in der anthropologischen Zusammensetzung der Bevölkerung widerspiegeln, sehr bemerkbar macht. Ob­wohl wirin dieser ausserordentlich komplizierten Frage heut© noch nicht klar sehen, kann jedenfalls festgelegt werden, dnss die Vorfahren der Be­völkerung der Kultur von Ananjino in der Population der örtlichen Kultur von Kasan und Turbino der Wolga-Kama-Gegend zu erblicken sind. /Die wich­tigste Rolle fiel hirbei den Trägern der Kultur von Kasan zu./ Obwohl der Rolle der von Osten eingewanderten Volksgruppen ebenfalls eine gewisse Bedeutung einzuräumen ist, dürfte ihr Einfluss auf die Gestaltung der Kultur nur sekundär gewesen sein. Die Siedlungen und Gräberfelder von Ananjino liegen in kleineren oder grösseren zusammenhängenden Gruppen. In den Gebieten dieser vermuten die Forscher die V/ohnstätte je eines Stammes» Die frühzeitigen Siedlungen sind nicht befestigt, die jedoch von der Wende des 6-5.Jahrhunderts v.u. Z. wurden grösstenteils mit Festungen versehen. Die in den Siedlungen er­schlossenen Wohnbauten sind an der Oberfläche erhaute Balkenhäuser, oder wurden in verschiedener Grösse zur Hälfte in den Boden eingetieft. Die Bestattungsplätze sind Reihengräberfelder, die Orientierung der Gräber ist auf den nächst gelegenden Fluss senkrecht. Die zwei Hauptzweige der Wirtschaft von Ananjino waren die Tierzucht und der Ackerbau /aller Wahr­scheinlichkeit nach durch Rodung und Brand gewonnen/. Ausser diesen fiel der Jagd die grösste Rolle bei, zu dieser Zeit entwickelte sich insbeson­dere die Pelzjagd mit Riesenschritten. /Dos Fell besass vom Gesichtspunkt des Tauschhandels eine grosse Bedeutung./ Die Grundeinheit der Gesell­schaft von Ananjino war die patriarchalische Grossfamilie, zwischen den einzelnen Mitgliedern der Gesellschaft bestanden bedeutende Verraögens­unterschiede . Im Gebiet von Ananjino war der Einfluss der skytisch-sarma­tischen Kultur sehr stark. Im 3.Jahrhundert v.u.Z. bilden sich aus der Kultur von Ananjino zwei selbständige archäologische Kulturen aus: an der Oberen und Mittleren

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