FODOR ISTVÁN: VÁZLATOK A FINNUGOR ŐSTÖRTÉNET RÉGÉSZETÉBŐL / Régészeti Füzetek II/15. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 1973)

Német nyelvű összefoglalás

- 94 Kama die Kultur von Gljadjenowo und in der Unteren Kamagegend die von Pjanobor. Die Denkmäler der Kultur von Pjanobor finden wir im Gebiete des Zu­sammentreffens der Flüsse Kama und Bjelaja /Abb. 10./ und im Tal der Wjat­ka /Abb. 11./. /Nach der Meinung von W.F.Gening ist diese letztere - die Kultur von Aselino - selbständig./ Zwischen diesen beiden Gebieten be­steht ein chronologischer Unterschied: die Denkmäler der Kamagegend kön­nen bis in das 3.Jahrhundert u.Z., während die vom Wjatka-Tal bis auf das 5»Jahrhundert datiert werden. Diese Erscheinung lässt sich damit er­klären, dass ein bedeutender Teil Bevölkerung der Kamagegend auf den Einfluss irgendeines starken äusseren Angriffes sich im 3«Jahrhundert im Wjatka-Tal niedergelassen hat. Für die Kultur von Pjanobor sind die Burgwälle charakteristisch, von welchen die grösseren ständige Siedlun­gen gebildet und die kleineren bei Gefahr den Bewohnern je eines Gebie­tes Asyl gewährt haben. In den Siedlungen waren die Behausungen alle Bal­kenhäuser mit kleinen Grundflächen. Die Basis der Wirtschaft von Pjanobor bildete die Tierzucht. Ein interessantes Denkmal der Pflugbauwirtschaft ist ein eisernes Pflugschar in einem Grabe des Gräberfeldes von Aselino, der erste Gegenstand solchen Charakters aus der Kamagegend. Da die Denk­mäler von Pjanobor im Mündungsgebiet der Bjelaja sehr dicht anzutreffen sind, lässt sich mit Hecht annehmen, dass dieses Gebiet dem Stammesbund von Pjanobor gehörte. Die charakteristischen Denkmäler der Kultur von Gljadjenowo /Abb. 12./ sind die sog. "kostjischtsche", die kultische Opferstätten und Brandgräberfelder waren. Der wichtigste Zweig der Wirtschaft dieser Kul­tur war, obwohl auch die Tierzucht eine bedeutende Rolle gespielt hat, der auf Rodung und Brand fussende Ackerbau. Die auf den Siedlungen er­schlossenen Häuser, ebenso wie die von Pjanobor, waren Balkenhäuser, hingegen mit viel grösserer Grundfläche. Diese Hauser waren aller Wahr­scheinlichkeit nach Wohnstätten je einer Grossfamilie. Die Lage der Siedlungen von Gljadjenowo veranschaulicht die Stammesgliederung der Ge­sellschaft. /Abb. 12./ Im 3«Jahrhundert u.Z. gingen in der ethnischen Zusammensetzung der Bevölkerung der Kamagegend bedeutende Veränderungen vor sich. Das Leben der hier gelebten Finno-Ugrier wird von den durch die Hunnen in Gang ge­setzten grossen Völkerwanderungswellen gestört. Zu dieser Zeit wandern

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