FODOR ISTVÁN: VÁZLATOK A FINNUGOR ŐSTÖRTÉNET RÉGÉSZETÉBŐL / Régészeti Füzetek II/15. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 1973)

Német nyelvű összefoglalás

- 92 ­Die obige Feststellung wird sehr augenfällig durch die Entwicklung der Kultur von Kasan veranschaulicht. Dieses Volkstum unterhielt zu den Trägern der Kultur von Abasewo /Abb. 7*/, insbesondere zu denen von Srub /Abb. 8./ sehr enge Beziehungen. Als Ergebnis dieser entstand die über eine sehr entwickelte Struktur verfügende Produktionswirtschaft der Ka­saner. Bis zum Ausgang der Bronzezeit wurden die von Süden Eingewander­ten von den Finno-Ugriern /von Posdnjakowo, ebenso wie von Kasan/ assi­miliert oder von ihrem Stammesgebiet vertrieben. Auch ihre Kultur er­hielt eine einheitlichere Abtönung. Das archäologische Denkmalmaterial der Kultur von Kasan veranschaulicht überzeugend, dass zu dieser Zeit die Finno-Ugrier auf einer sehr hohen Kulturstufe der Metallkunst ge­standen haben. In der Bronzezeit finden wir die Ugrier - die Vorfahren der späte­ren Ob-Ugren und der Ungarn- jeder Wahrscheinlichkeit nach in den Ge­bieten östlich des Uralgebirges, vermutlich in den südlicheren Gegenden des von den hiesigen Finno-Ugriern bewohnten Gebietes. Zu dieser Zeit gingen auch sie auf die Produktionswirtschaft über und verfügten am En­de der Bronzezeit über eine entwickelte Reiterkultur, worüber uns auch das Wortgut der beiden Sprachen überzeugt. Aller Wahrscheinlichkeit nach lassen auch die nördlichen Denkmäler der Kultur von Andronowo Ugrier vermuten. Eine überzeugendere Lokalisierung der ältesten Stammesgebiete des Ungartums - als wie es heute bekannt ist - wird jedoch von der For­schung in der Zukunft einen noch sehr grossen Kraftaufwand erfordern. Vorläufig scheint nur soviel klar zu stehen, dass ein Grossteil der Vor­fahren der Ob-Ugren am Ende der Bronzezeit und zu Beginn der Eisenzeit noch nördlicher in die Gegend des Unteren Ob gewandert, das Urungartum hingegen in den südlichen Gebieten, vermutlich in der Zone der mit Auen­wäldern untermischten Steppen verblieben ist. II. Die Eisenzelt der Kamagegend Die eisenzeitliche Geschichte der Finno-Ugrier verfolgen wir nur in einem Gebiete, u.zw. in der Kamagegend, einerseits deshalb, da die­ses Gebiet aller Wahrscheinlichkeit nach eines der am gründlichsten durchforschten Gelände der einst von den finnisch-ugrischen Völkern be­wohnten Gegenden ist, anderseits da sich die Fäden der Geschichte der Bevölkerung dieses Gebietes in vieler Hinsicht an die Geschichte des Urungartums knüpfen.

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