ERDÉLYI ISTVÁN: A JÁNOSHIDAI AVARKORI TEMETŐ / Régészeti Füzetek II/1. (Magyar Nemzeti Múzeum - Történeti Múzeum Budapest, 1958)

TARTALOMJEGYZÉK

2 chen von Schweinen. Rindern, Schafen und Hühnern gefunden. In Mehreren Gräbern ka­men auch Eierschalen zum Vorschein. Auch Muschelschalen und Schneckengehause ­sonst seltene Erscheinungen in avarenzeitlichen Graberfeldern - kamen ans Tageslicht. Unter den Gürtelbeschlägen, die in Jánoshida gefunden wurden, gibt es sowohl aus Platten hergestellte, wie auch gegossene. Die aus Platten hergestellten sind meistens un­verziert, die gegossenen gehören dem Typ mit Greifen—- und Rankenverzierung an. Be­merkenswert sind die Anhänger mit Darstellung eines menschlichen Gesichtes (Analogien dazu sind aus Keszthely bekannt), eine Hundegestallt, aus zwei Hälften zusammengestellt, die in avarenzeitlichen Material fremd anmutet. Die meisten Gürtelbeschlá'ge sind aus Bronze, doch g&t es auch solche, die aus Blei hergestellt wurdea Auch einzelne Stücke bronzener Garnituren können aus Blei sein, was bedeuten mag. dass verloren gegangene Stücke mit Blei ersetzt wurdea Ebenfalls aus Blei sind die Lunulas, wie -. z.B. die aus Grab 231 (AH. XIX Taf. XV). D a s bleierne Rad auf Tat XXXIV. 12 mit vier Speichen dientewegen seines schwachen Materials wahrscheinlich nicht zum Durchziehen von Rie­men; es war wahrscheinlich von kultischer Bedeutung. Bei Analyse der verschiedenen Schnallen können mehrere Typen abgesondert wer­dea Der unverzierte, wappenförmige Typ aus Gussbronze, der auch in Grab 202 und 188 vorkommt, ist für das 7. Jh. charakteristisch. Die gegossene Bronzeschnalle aus Grab 55 mit kreuzförmigen Durchbruch lässt nach Untersuchung ihres Verbreitungskreises auf byzantinische Herkunft schliessea Zur Männertracht gehört auch die Flechtenspange, die uns aus Jánoshida ebenfalls bekannt is (s. hiezu AH XIX ). Parallelen zu den weiblichen Kopfputzverzierungen aus Grab 132 kennen wir aus Cikó und Závod. Jene Beobachtung von Tibor Horváth, dass es näniich in jedem Gräberfeld nur je ein Grab mit solchem Kopfschmuck gibt, wird auch vom Material des Gräberfeldes von Jánoshida bekräftigt. Allgemein erscheinen hingegen Ohrgehänge verschiedensten Typs, die zwischen das 7—8. Jh. fallen. Es ist zu bemer­ken, dass der Typ des Ohrgehänges aus Grab 94 unter mahrischen Gräbfunden aus dem 9. Jh. vorkommt Unter den Bestandteilen der Frauentracht müssen noch die Armbänder (Grab 35, 52, 55, 94, 123, 164, die z.T. Kindegräber sind) und Perlenschnüre erwähnt werden. Letztere gehören meistens dem «Melonenkern*-Typ an, der für das 8 Jh. charakteristisch ist Doch erscheinen neben diesen auch zur Frühavarenzeit gehörige Edelperlen. Es ge­lang nicht, den Gebrauch von Ringen (in Grab 35, 40. 67, 81, 107, 242) mit dem Alter oder dem Geschlecht des Verstorbenen in Verbindung zu bringen. Im Kindergrab 134 waren, unter dem Schädel zwei durchlochte Bronzeplatten, unter dem Schädel des Kin­derskeletts 223 ein eiserner Reifen. Es kann sein, dass sie Zierden der Kappen waren. An W affen ist das Gräberfeld von Jánoshida verhältnismässig arm. Schlagwaffen wurden in den Gräbern 125, 145, 202. 210 gefunden, doch blieb nur der Säbel des Gra­bes 125 auf uns (Taf. XLIV. 1). Dem Ausgrabungsprotokoll zufolge gab es nur im Grab 210 ein zweischneidiges Schwert.- in den übrigen waren Sabet Während wir Aufzeich­nungen besitzen, denen zufolge Schwert bzw. Säbel an der Linken des Bestatteten wa­ren, wurde die Lage der Pfeilspitzen von den Ausgräbern nicht immer genau fixiert Es gab solche nur in 5 Gräbern, zweimal erschienen sie mit Säbel bzw. Schwert zusam ­men (Grab 145, 210). Ein Material besonderer Bedeutung liefern die Knochengerät e von J ánoshida. Aus­ser der Doppelschalmei, die aus der Literatur gut bekannt ist, kamen noch mehrere Kno­chengeräte ans Tageslicht, die sowohl der Form und technischen Bearbeitungsweise, wie auch dem Gebrauch nach sehr abwechslungsreich sind. Die in den Gräbern 188, 22 ge­fundenen Knochengeräte wurden - wie aus ihrer Lage zu schliessen - vom Gürtel herabhängend getragen. Auf dasselbe kann bei den Salzbehältem aus einem oder aus zwei Gliedern bestehend. gefolgert werden. Die von hier aus bekannten Nadelhälter sind schöner ausfflhrung: Grab 161, 133, 236, 258, 112, 35t Die Rolle dieser Kegel ist schon klar, wozu jedoch die «Stockende* oder «Stabende* genannten Knochenkugeln dienten, ist

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