Mesterházy Károly (szerk.): AZ 1997. ÉV RÉGÉSZETI KUTATÁSAI / Régészeti Füzetek I/51. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 2001)

Római kori barbár

gefunden. Wir konnten aber einen großen, teils doppelten Graben - vielleicht Wasser­sammler oder -rinne - und rundherum einige regelmäßig angeordnete Gruben auf dem am weitesten südlich liegenden Teil des Geländes I/A erschließen. Gleichzeitig kamen Brun­nen solchen Typs (sog. kopolyakút) an der südlichen Seite des Doppelgrabens zum Vorschein, deren Analogien in einigen Fällen und an anderen Orten 1995 und 1997 schon bekannt wurden. Wir versuchen, diese Brunnen später zu datieren. Dieses Gebiet wurde aufgrund der damals bekannten Objekte nicht als ein ständiger Wohnort, sondern als ein Dorfteil mit Speichergruben bestimmt. Die Ausgrabungen im Jahre 1997 machten aber das verhältnismäßig klare Bild verschwommen. Gelände I/D: In diesem nordöstlich vom vorigen geöffneten Quadranten gab es vier Häuser. Obwohl die Abfallgruben in nördlicher Richtung in immer kleiner Zahl vorkamen und das auf den hiesigen Rand der Siedlung hinweist, muß man wegen des dichten Vorkommens und aufgrund des Bodenreliefs mit der Ausdehnung des Siedlungsteiles (eine neue Siedlung?) in O-SO-Richtung rechnen. Es war auffallend, daß man auf diesem Gelände - wie im Dorf - keine Spuren der Tierzucht fand. Eine andere Rauchkammer von einfacher Konstruktion konnte aber unter den in nördlicher Richtung in immer kleinerer Zahl vorkommenden Objekten freigelegt werden. Die Gruben waren überwiegend Abfallgruben mit reichem Keramikmaterial. Einige Scherben ließen uns darauf schließen, daß die Häuser auf dem Gelände l/D später als die des Dorfes auf dem westlichen Hügel, sogar später als beide Häuser auf dem Gelände I/A gebaut wurden. Gleichzeitig wurde eine Strecke eines Grabens von umge­kehrter V-Form auf dieser Fläche freigelegt, dessen Analogie der für eines der frühesten Objekte des ganzen Freilegungsgebietes gehaltene Graben ist. Die im Titel dieses Absatzes gestellten Fragen können also gegenwärtig nicht beantwor­tet werden. Das nördliche und südwestliche Ende des Siedlungsteiles wurden auf dem Gelände II zwar gefunden, könnte das Problem im wesentlichen nur nach der Freilegung des östlichen Siedlungteiles gelöst werden. Der größte Teil des behandelten Gebietes liegt aber außerhalb des hiesigen Baugeländes der Autobahn, so kann man das in der nahen Zukunft nicht erschließen. Wir können nur auf die künftige komplette Untersuchung des am Fundort M5 125 vorgekommenen Fundmaterials hoffen. I. 4. Das Gräberfeld Gelände 1/B-C: Auf dem westlichen Teil des östlichen Hügels der Raststätte entdeckten wir die ersten Grä­ber des Gräberfeldes, die größtenteils mit auch heute noch bemerkbaren Kreisgräben umge­bene Bestattungen waren. Im Laufe der Freilegung machten wir Durchschnitte, wodurch der allgemeine Gebrauch der Särge bewiesen werden konnte. In den fast vollkommen ausge­raubten Gräbern blieben manchmal aber sehr schöne Beigaben: unbeschädigte Terra Sigilla­ten, Scheibenfibeln, Schwert, Bronzeschnalle und -beschläge, Silberspiegel usw. Die frühesten - zugleich reichsten - Gräber lagen auf dem südwestlichen Teil des Hügels. Das Gräberfeld wurde von Süden nach Norden belegt, in östlicher Richtung dehnte es sich nur bis den Rücken des Hügels aus und durch einen ca. 40-50 cm breiten leeren Streifen wurde es von den Speichergruben getrennt. Die Ausbreitung nach Norden konnte aber erst im nächsten Jahr bestimmt werden. 93

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