Patay Pál: Kupfzerzeitleiche Siedlung von Tiszalúc. (Inventaria Praehistorica Hungariae 11; Budapest, 2005)

Beilagen - 3. Pfostenspuren der Hausgrundrisse

tenspuren 1, 2 und 3 sicher (eventuell auch 7, aber in diesem Fall war das Gebäude nicht regelmäßig recht­eckig; seine Mitte und sein O-Ende waren schmaler als das westliche). Auch in der O-Wand blieben nur die Pfostenspuren 1 und 2 erhalten, eventuell noch Nr. 4, falls sie nicht zur N-Wand von Haus 1 gehörte. In der Linie der S-Wand liegen die mittelalterlichen Gräber 24 und 19 sowie die Gruben 7/F und 1/C, die ebenfalls viele Pfostenspuren vernichtet haben kön­nen. Die N-Wand blieb infolge von Grab 50 sowie Gmbe 20/A und 4/A lückenhaft erhalten. Mit Sicher­heit war nur die Länge der W-Wand und der N-Wand des W-Raumes zu bestimmen: 6,3 und 8 m. Haus 5 (Abb. 20). Vom Grundriß des aufgrund seiner Maße aus zwei Rämen bestehenden Hauses 0 3M I.. I 1 1 Abb. 20 Haus 5 Aufgrund der Erfahrungen bei der Freilegung der Häuser an­läßlich der Grabungen von Zengővárkony im Jahre 1949 halten wir die Pfostenspuren mit dunklerer Erde für die zeichneten sich die W-Wand sowie einige Pfos­tenspuren der S-Wand und eventuell eine der Trennwand ab. Die Gründe dafür werden Grube 47/A und 50/A, Grab 93 und 107 sowie auch ein hier im Zickzack verlaufender Schützengraben aus dem Zweiten Weltkrieg sein. Interessant ist, daß die W­Wand erneuert wurde. Hier waren nämlich dicht ne­beneinander die Spuren von zwei leicht divergieren­den Pfostenreihen zu erkennen. Die gemeinsame Ecke mit der S-Wand hat eine einzige Pfostenspur, von da an nach N laufen aber beide Reihen, sich zunehmend voneinander entfernend. Die innere Reihe besteht aus sieben Pfostenspuren, die äußere aus acht. Letztere sind mit dunklerer Erde gefüllt, sie können also zur erneuerten Wand gehören. 59 Die Länge des Hauses betrug mindestens 12,5 m und davon die des W­Raumes (falls eine Pfostenspur nahe der W-Wand tat­sächlich zur Trennwand gehört) 8,3 m. Die innere Pfostenreihe der W-Wand war 7 m und die äußere 7,2 m lang. Im Bereich des Hauses und außerhalb von ihm zeigten sich noch viele Pfostenspuren - auch sol­che größeren Durchmessers -, die aber nicht zum Grundriß des Hauses gerechnet werden können. Haus 6 (Abb. 21). Von seinem Fundament sind nur die Spuren der Pfosten 1-10 der S-Wand, 4-7 der W­Abb. 21 Haus 6 jüngeren. In sie kam nämlich aufgrund der Bewohnung der Siedlung verschmutztere Erde.

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