Patay Pál: Kupfzerzeitleiche Siedlung von Tiszalúc. (Inventaria Praehistorica Hungariae 11; Budapest, 2005)

Beilagen - 3. Pfostenspuren der Hausgrundrisse

Haus 3 (Abb. 17). Ebenfalls mit zwei Räumen. Seine SO-Ecke snitt die NW-Ecke von Haus 2. Sein Grundriß zeichnete sich mit Ausnahme des O-Endes gut ab. In der W-Wand standen - wie in den meisten Häusern - sieben Pfosten. In der S-Wand waren nach Pfosten 4 die Spuren von mindestens zweien wegen der dortigen Grube 42/B und dem mittelalterlichen Grab 86 nicht zu sehen. Pfosten 10 kann mit einem der Trennwand identisch sein. Nach ihm waren noch die Stellen von vieren zu realisieren, während drei weitere fehlten (einschließlich des SO-Eckpfostens), möglicherweise aufgrund von Grube 29/A bzw. dem mittelalterlichen Grab 45. In der N-Pfostenreihe sind 15 Spuren lückenlos vorhanden, sie bricht aber mit der 15. ab. Es hat aber den Anschein, als hätte sich hier in der NO-Ecke ein Traufenanbau befunden, aufgrund dessen die Wand vorrückte. In der O-Wand waren ­einschließlich des vermuteten Traufenanbaus - nur fünf Pfostensporen sichtbar (falls Nr. 5 nicht zur N­Wand von Haus 2 gehört). Die weiteren bis zur SO­Ecke fehlen jedoch (vielleicht teilweise wegen Grube 36/A). Des weiteren ist an dem Grundriß interessant, daß an der Stelle der Trennwand außer den mit den Längswänden gemeinsamen nur drei größere Pfos­tenspuren erschienen. Wenn es auch hier die üblichen sieben Pfosten gegeben hat, wurde eine Spur vom mit­telalterlichen Grab 62 vernichtet, wogegen der andere - Pfosten 2 - nicht bis zum Untergrund reichte. Neben Pfosten 1, 3 und 12 der S-Wand und Pfosten 3 der N­Wand können Stützpfosten gestanden haben. Die Länge des Hauses betrug 14,2 m (davon der W-Raum 8,2 und der O-Raum 6 m), die Breite im W 6, bei der Trennwand 6,3 m. Der Traufenanbau ist 2,2 m breit und springt 0,8 m aus der Ebene der N-Wand vor, so daß die kurze O-Wand ca. 7 m lang gewesen sein kann. Hütte 3a (Abb. 18). An der Stelle der SW-Ecke von Haus 3 wurden auch die Spuren eines etwa quadrati­schen Gebäudes gefunden. Auf dessen W-, N- und O­Seite standen je drei Pfosten (einschließlich der ge­meinsamen Eckpfosten), während die S-Seite keinen Mittelpfosten hatte (wenn nicht die Pfostenspur neben Abb. 18 Hütte 3a dem SW-Eckpfosten von Haus 3 - den wir aber als Stelle eines Stützpfostens bezeichneten - zur Hütte gehörte). Im übrigen ist anzunehmen, daß dieses Ge­bäude ein an der S-Seite offener Windschhm war. Seine Länge (in N-S-Richtung) war 2,6 m, seine Breite 2,5 m. Haus 4 (Abb. 19). Teilweise liegt es in Haus 1, sie können also nicht zur gleichen Zeit gestanden haben, Abb. 19 Haus 4 ohne daß festgestellt werden konnte, welches das ältere war. Es bestand ebenfalls aus zwei Räumen. Seine Spuren sind recht lückenhaft. Am vollständig­sten ist die W-Wand. Ursprünglich hatte sie sieben Pfosten, von denen aber ebenfalls die mittlere, also Pfostenspur 4, von Grab 78 durchschnitten wurde. Auch Pfostenspur 6 zeichnete sich nicht ab, sie kann wiederum von Grab 58 vernichtet worden sein. Ebenso zeigten sich von der Trennwand nur die Pfos-

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