Szabó József: Früh- und Mittelbronzezeitliche Gräberfelder von Battonya. (Inventaria Praehistorica Hungariae 8; Budapest, 2000)

Ferenc Szálai: Anthropologische Untersuchung der Skelette und der Reste von Leichenbränden aus den früh- und mittelbronzezeitlichen Gräberfeldern von Battonya

Ergebnisse der Untersuchungen von anatomischen Variationen Sjovold errechnete in seinen Untersuchungen die Wahrscheinlichkeit der Vererbung von einzelnen ana­tomischen Variationen (non-metrische Merkmale). 27 Wir stützten uns auf diese Arbeit und auf die von Fin­negan 28 und zeichneten dieselbe Merkmale der post­kranialen Knochen auf. Wir hofften, daß man auch hier eine Verwandtschaft zwischen manchen Indi­viduen im Falle eines Bestattungsbrauches nach Fa­milien für wahrscheinlich halten kann. Unsere Arbeit scheiterte leider an der Unvollständigkeit der Kno­chen, diese verhinderte in vielen Fällen die Prüfung der Variationen. Auf diese Weise zeigen wir nur die Vorkommen-Häufigkeit der non-metrischen Merk­male in der Tabelle 9. Es ist überraschend, daß Sutura metopica persistens und Processus supracondyloideus Humeri nicht vorkamen. Es fällt aber die große Zahl der Kauer-Fläche auf der Tibia auf, das erörterten wir schon bei den die Lebensweise betreffenden Festel­lungen. Von den prüfbaren Variationen zeigen wir drei in der Tabelle 6, die sind die folgenden: - Ponticulus atlantis posterior auf der linken Seite (mit Spuren von Athlantoaxialis arthrosis) Grab 122, Mann, matur-senil (Abb. 6/4), lat. sin.; - Hiatus foraminis transversarii atlantis bilaterális, Grab 126, juvenil (Abb. 6/5); - Foramen suprascapularis, Grab 131, Mann, senil (Abb. 6/6). II. Brandgräber Leichenbrände konnte der Ausgräber in neun Fällen beobachten, diese kamen aus den folgenden, mit Grabnummer bezeichneten Objekten zum Vorschein: 101, 108, 109, 114., 123, 125, 127, 128 und 129. Es kamen Urnen- und Brandschüttungsgräber gleicher­maßen vor. Im Falle des Grabes 123 kamen die Brände von vier, im Falle des Grabes 127 von drei Plätzen vor. Um Verwechslungen zu vermeiden, haben wir in der Tabelle 13 nach der Grabnummer auch die Anmerkung des Archäologen und auch die Inventar­nummer aufgezeichnet. In der letzten Spalte der Ta­belle wiesen wir auf die Zahl der Individuen hin, die aus dem Leichenbrand-Haufen identifizierbar waren. In der Tabelle 14 zeigen wir die erkennbaren anato­mischen Einheiten im Falle der einzelnen Grab­Phänomene, indem wir diese aufgrund der Methode von Wells 29 auf des ganze Skelett überfuhren. Von hier können wir leicht übersehbare Informationen gewinnen, ob die Brände den ganzen menschlichen Körper vertreten und ob die beobachteten, anatomi­schen Merkmale mehrmals vorkommen: in diesen Fällen stammen die Brände von verschiedenen Indi­viduen. Aufgrund der während der Ausgrabung ge­machten Beobachtungen waren die mit * markierten Gräber bereits gestört. Wir stellen die gut erkennbaren Bruchstücke von menschlichen Knochen in den Abbildungen 7-12 dar. Im Laufe der Untersuchungen der Brände wollten wir die folgenden Probleme lösen: - Wir mußten aufgrund der erkennbaren anatomi­schen Merkmale nachweisen, daß diese Leichen­brände von Menschen stammen. - Es mußte entschieden werden, ob die Reste aus einer Urne oder aus einem Haufen von Bränden zu einem oder mehreren Individuen gehören. - Bestimmung des Geschlechts und des Lebensal­ters aufgrund der erkennbaren Merkmale. - Die Aussonderung möglicher fremder Knochen, bzw. der eingeäscherten Tierknochen. In der Tabelle 15 weisen wir auf die Merkmale des Geschlechts und des Lebensalters der Individuen hin, die aus den Bränden identifizierbar waren. Bei der Geschlechtsbestimmung ist es uns gelungen, die fol­genden Merkmale zu beobachten und auf der üblichen Weise zu klassifizieren: 30 1. : Arcus superciliaris 2. : Margo supraorbitalis 3. : Protuberantia occipitalis externa 4. : Linea nuchae 5. : Facies malaris zygomatici 6. : Processus mastoideus 7. : Incisura ischiadica major 8. : Linea aspera 9. : Collodiaphysis-Winkel 10.: Durchmesser von Caput femoris verticalis IL: die allgemeinen Merkmale der Knochen. In der Hoffnung, brauchbare Angaben zur Bestim­mung des Geschlechts zu erhalten, haben wir auch die größte Dicke der Schädelbruchstücke gemessen. Wie aus den Werten der letzten Säule in der Tabelle 15 hervorgeht, ist diese Methode nicht zuverlässig. Aus den 9 Brandgräbern konnten Leichenbrände von insgesamt 19 Personen identifiziert werden. Unter ihnen sind Knochenreste von 15 Erwachsenen (5 ver­meintliche Männer, 5 vermeintliche Frauen und 5 Er­wachsene mit unbestimmbarem Geschlecht) und von 4 Kindern zu finden. Wir fanden ungebrannte 21 SJ0VOLD 1984. 29 WELLS 1976. - FINNEGAN 1974. 30 ÉRY-KRALOVÁNSZKY-NEMESKÉRI 1963.

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