KOZÁKY ISTVÁN: A HALÁLTÁNCOK TÖRTÉNETE III. / Bibliotheca Humanitatis Historica - A Magyar Nemzeti Múzeum művelődéstörténeti kiadványai 7. (Budapest, 1941)
Anhang II
-256Tafel XIX. Der Wiener Totentanz in der Stuttgarter Stadtbibliothek I. Stuttgart, Cod. Hist. Fol. Nr. 87. Bd. II. ca. 1747. Fig. 1. — Die ersten Szenen der Totentanzreihe. — II. Fol. 33a : In dem zweiten Teil der Sammelhandschrilt. Die Bilder mit aufgepicktem Stoff ausgeformt. Kaiserin, Kaiser, König, Königin. Die Trachten des einleitenden ersten Teiles der Sammelhandschrift werden hier im zweiten, im Totentanz-Abschnitt wiederholt, aber mit der Zugabe des Todes. Der erste Teil war der „Lebensreigen", nun beginnt hier der „Todesreigen". Die Bewegungen sind unverkennbar aus dem Basler Totentanz. Die Gesichtszüge aber sind eher Typen, als Porträte. Fig. 2. — Szenen aus dem Wiener Leben. — Fol. 48a : Oben ein musizierendes Wiener Mädchen und ein Wiener Jüngling. Unten zwei Wiener Frauen mit Handarbeit. Fig. 3. — „Die Weit im Leben". — Fol. la : Das erste Bild der Trachtensammlung der Handschrift, welche als Einleitung des Totentanzes den einheitlichen Gedanken des „Lebensreigens" gegenüber dem „Totenreigen" vertritt. Am Bilde eröffnet rechts oben Franz I. in Kaisertracht und neben ihm Maria Theresia mit „l.e Prince Royal Archiduc Joseph" (dem späteren Joseph II.) und dessen Hunde die lange Reihe der Vertreter aller Stände Europas (Ritterorden. Frauenorden, Geistliche Orden usw.). Fig. 4. — Der Kaiser. — Fol. 3a : In den vier Ecken der Kaiser in verschiedenen Trachten. In der Mitte des Bildes Maria Theresia in der Tracht der ungarischen Königin. Tafel XX. — Die Wiener Szenen im Totentanz der Stuttgarter Trachtenhandschrift II. Fig. 5. — Fol. 32a : Das Beinhaus, nach dem Basler Vorbilde gezeichnet, weiter eine emblemarlig darge; stellte Todesallegorie der Vergänglichkeit und der „Kaiser Tod" mit dem „Ritter Tod" eröffnen den Tolenreigen, die Darstellung des „Lebens der Stände im Tote reich" und schreiten allen Ständen voran. Fig 6. — Fol. 49a : Der Wissenschaftler, der Astronom, der Arzt und der Architekt im Wiener Totentanz zu Stuttgart. Fig. 7. — Fol. 50a : Kinderszenen im Wiener Totentanz zu Stuttgart. Fig. 8. — Fol. 51a: Tanzende Tirolienne, Bürger, alte Frau und stickende Wiener Frau im Totentanz zu Stuttgart. Fig. 9. — Schlussszenen des Wiener Totentanzes in Stuttgart. — Sämtliche Bilder sind Originalaufnahmen nach der Handschrift selbst (Haas, Wien). Tafel XXI. — Der Erfurter Totentanz Fig. 1. — Der Erfurter Totentanz entstand in den Jahren 1736—1,795. Es waren ursprünglich 56 Bilder auf Leinwand mit Öl gemall. Die nach dem Baseler Vorbilde gedichteten Verse haben die Form fünffüssiger Jamben. Im einstigen Dormitorium des Augustinerklosters, das zur Zeit der Entstehung des Werkes ein evang. Waisenhaus war, wurden diese Bilder aufbewahrt. Vom Vorstand des Waisenhauses wurde 1735 beschlossen, ein Totentanzwerk durch Schenkungen malen zu lassen. 1845 hat der Zeichenlehrer H. Kruspe in Erfurt die meisten Bilder kopiert (Archiv des Erfurter Geschichts- und Alterthumsvereins). Die Originalgemälde sind am 7. März 1872 verbrannt. Die Reihe der Bilder beginnt am Schluss des Totentanzreigens : Tod, Schauspielerin, Tänzerin, Sängerin, Zigeunerin, Garkoch. Astronom. Schriftgiesser, Marktschreier (Nr. 1 — 9). — Phot, nach Schröer : Der Erfurter Totentanz. Mittheilungen des Vereins'für die Geschichte und Alterthumskunde von Erfurt. Erfurt 1902. 23. Heft. S. 1-55. Tafel I. vor S. 1. Fig. 2. — Erfurter Totentanz. Nr. 10. Richter und Nr. 11. Buchdrucker sind weggelassen worden. Weiter folgen : Der Böttcher, Müller, Töpfer. Wachshändler, Hochzeitsbitler, das Kind, der Todtengräber, Bergmann, Bürgermeister, Musikus, die Kaiserin (Nr. 12—22). — Phot, nach Schröer : a. a. O. Tafel II. Fig. 3. — Erfurter Totentanz. Die Königin, der Kaiser, Papst, Flurschütz, Amtmann, Greis, Maler, Advokat, Kaufmann. Banquier, Husarenoberst, Stadtsoldat (Nr. 23 —34). — Phol. nach Schröer : a. a. 0. Tafel III. Fig. 4. — Erfurter Totentanz. Der General. Gastwirth, Apotheker, Arzt, Graf und Gräfin, die Jungfrau, der Jüngling, ev. Pfarrer, Domherr (Nr. 35—43). — Phot, nach Schröer: a. a. 0. Tafel IV. Fig. 5. — Erfurter Totentanz. Der Cardinal, Jäger, Student, Waisenhausvorstand, Kurfürst. König, Adam und Eva, Christus, und ein Waisenhausinspektor (Nr. 44—52 ; auch die Bilder 53 — 56 waren Waisenhausinspektoren.). — Phot, nach Schröer : a. a. 0. Tafel V. Tafel XXII. — Der Totentanz von Chodowiecki I. Fig. 1. — Der König. — „Königl. Grosbritannischer Historischer Genealogischer Calender für 1792 mit Kupfer von Daniel Chodowiecki (1726—1801) in gemeinschaftlichem Verlag von Berenberg in Lauenburg und der Jägerische Buchhandlung in Frankfurth a/m." — In diesem Kalender, dessen sehr seltenes Exemplar ich aus der Königsberger Bibliothek mit Dank erhielt, befinden sich 12 Totentanzdarstellungen des grossen Meisters. Bei jedem Monat befindet sich ein Bild. Das Bild des Königs steht bei Januar. Sämtliche Bilder werden am Anfange des Kalenders kurz erklärt. Fig. 2. — Die Mutter (bei Februar). Fig. 3. — Der Bettler (bei März). Fig. 4. — Der Ahnenstolze (bei April). Fig. 5. — Das Kind (bei Mai). Fig. 6. — Die Schildwache (bei Juni). Tafel XXIII. — Der Totentanz im Chodowiecki-Kalender II. Fig. 7. — Der General (bei Juli). Fig. 8. — Das Freudenmädchen (bei August). Fig. 9. — Das Fischweib (bei September). Fig. 10. — Der Pabst (bei Oktober). Fig. 11. — Die Königin (bei November). Fig. 12. — Der Arzt (bei Dezember). Das Werk stammt aus dem Jahr 1791. Tafel XXIV. — Aus den Totentanzbildern von Th. Rowlandson Fig. 1. Die beiden Könige der Schrecken. Napoleon 1. und der Tod. Färbiger Kupferstich von Thomas Rowlandson (1756—1827) auf die Völkerschlacht bei Leipzig. 1814. — Phot, nach Ed. Fuchs: D. Weltkr. i. d. Karikatur. zw. S. 20—21. Fig. 2. — Der Arzt vertreibt den Tod. Thomas Rowlandson i. J. 1782. — Phot, nach Ed. Fuchs-Hans Kramer : Die Karikatur der europäischen Völker vom Altertum bis zur Neuzeit. Berlin (Verl. A. Hoffmann), zw. S. 56-57. Fig. 3. — Das umgeworfene Gesetz. Aquatinta von Thomas Rowlandson. Aus : An English Dance of Death. — Phot, nach „Der Advokat in der Karikatur", hg. von Cornelis Veth. (Einleitung von Max Alsberg). Berlin 1927 (0. Stollberg). S. 45 (unten). Fig. 4. — Der Tod in der Apotheke. — Thomas Rowlandson: „Ich habe eine geheime Arznei, um jede Krankheit zu heilen" — sagt der Tod. Aus dem englischen Totentanz des Meisters. — Phot, nach „Der Arzt in der Karikatur", hg. von Cornelis Veth (Einleitung v. Friedr. Krauss). Verl. 0. Stollberg. Berlin o. J. S. 50 (unten). Tafel XXV. — Schellenbergs „Freund Hein" I. Fig. I. — Titelblatt. Freund Heins Erscheinungen in Holbeins Manier von J. R. Schellenberg. Winterthur, bey Heinrich Steiner und Comp. 1785. Text von J. K. A. Musäus (vgl. Goed. 4,217). Fig. 2. — Gestölute Liebe (zw. S. 8—9). Nr. 2. Fig. 3. — Der Verzweiflungsvolle (zw. S. 14—15). Nr. 3. (S. 21 folgt : Toiletten-Besuch. Nr. 4.). Fig. 4. - Der Aerostat (zw. S. 28—29). Nr. 5. Fig. 5. — Schulvisitation (zw. S. 36—37). Nr. 6. (S. 42 folgt : Böse Spende Nr. 7).