Nagy Ildikó szerk.: ARANYÉRMEK, EZÜSTKOSZORÚK, Művészkultusz és műpártolás magyarországon a 19. században (A Magyar Nemzeti Galéria kiadványai 1995/1)
TANULMÁNYOK / BEITRÄGE - KIRÁLY Erzsébet: „Laudatio artis" 19. századi képzőművészetünk dicséretének egykorú emlékei
von Schelling, über den Problemenkreis der Logik, über den Nutzen der Philosophie. Er schrieb Reden zum Tode von König Franz dem Ersten und von anderen seiner Zeitgenossen. Er starb am 11. September 1855. Ferenc Toldy hielt über ihm die akademische Trauerrede. 29 „Das Hübscherwerden der Nation", das heißt die Aufrüttelung des heimischen geistigen Lebens, wurde schon am Ende des 18. Jahrhunderts als ein kulturelles Ziel formuliert. Dies war der Titel auch der im Jahre 1794 im Band III. der Zeitschrift Urania anonym erschienenen Studie von József Kármán. Siehe dazu Gyula Kornis: A magyar művelődés eszményei (Die Ideale der ungarischen Bildung). Budapest 1927. Band I. S. 366-374. 30 Ihre Geschichte und kritische Bewertung siehe: Elemér Császár: A deákos iskola (Die lateinschülerische Schule), Budapest 1905. 31 Mihály Csokonai Vitéz: Előbeszéd az alkalmatosságra írott versekhez (Vorwort zu den für eine Gelegenheit geschriebenen Gedichten). In: A magyar kritika évszázadai (Die Jahrhunderte der ungarischen Kritik). Hrsg. von István Sőtér. I. Rendszerek a kezdetektől a romantikáig (Systeme von den Anfängen bis zu Romantik). Geschrieben und zusammengestellt von Andor Tarnai und Lajos Csetri. S. 364-366. 32 Er war evangelischer Geistlicher, Schriftsteller, Publizist, Übersetzer, Zeitungsredakteur gewesen. Er war korrespondierendes Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und ordentliches Mitglied der Kisfaludy-Gesellschaft und der Petőfi-Gesellschaft. Er galt als eines der größten Sprachtalente und als ausgezeichneter Redner der Mitte des Jahrhunderts. Er übersetzte schwedische Dichter, Shakespeare, Cervantes, Calderón, und er schrieb lyrische Gedichte. Er beschäftigte sich auch mit der Musik und der Malerei. Er starb im Jahre 1885. Károly Szász sprach über ihm eine akademische Trauerrede. 33 Auf den in Rimaszombat befindlichen Ferenczy-Nachlß und auf das schmucklose Grab wurde man im Jahre 1902 aufmerksam, bei der Gelegenheit der Gedenkfeier für den Dichter Mihály Tompa. Sieben Jahre später hat man ebenda auch das Grabmal von Ferenczy, das Werk von László Vaszary, aufgestellt. Die unter prachtvollen Äußerlichkeiten organisierte Gedenkfeier hat dem seit dem Ende des 1 9. Jahrhunderts sich verstärkenden zweiten Kult des Rimaszombater Bildhauerkünstlers die Krone aufgesetzt. Die Rede hielt Zsolt Beöthy. Sie erschien auf den S. 161-178. des Bandes CXL. Jahrgang 1909. der Zeitschrift Budapesti Szemle. 34 Siehe darüber das Buch von Paul Bénichou: Le sacre de l'écrivain 1750-1830. Paris 1973. 36 Eines der spätesten Beispiele ist der Fall von Mallarmé, den seine Dichtergefährten zum Prince des Poètes wählten. Siehe Stéphane Mallarmé: Poésies. Paris 1993, S. 9. 36 Arnold Ipolyi: Munkácsy festményéről. In: Béla Czobor (Hrsg.): Krisztus Pilátus előtt. Munkácsy Mihály festménye Budapesten. A nagyhírű művész tiszteletére rendezett ünnepélyek emlékéül. (Christus vor Pilatus. Das Germälde von Mihály Munkácsy in Budapest. Zum Andenken an die zu Ehren des sehr berühmten Künstlers organisierten Feierlichkeiten.) Budapest 1882, S. 5-9. 37 Den Überblick der ungarischen rhetorischen Literatur und der rednerischen Praxis des 19. Jahrhunderts siehe bei Árpád Vígh: Retorika és történelem (Rhetorik und Geschichte), Budapest 1981. 38 Die wichtigste antike Quelle des Gedankens des für die berühmten Männer versprochenen ewigen Lebens ist das Werk von Cicero Somnium Scipionis. Dieses Vorrecht gebührt nach Cicero den Menschen, die auf der Erde den öffentlichen Angelegenheiten gedient haben; ihre Belohnung ist die Unterkunft im Himmel und das ewige Heim, cicero macht jedoch in derselben Argumentation den Wert des irdischen Rufes streitig, weil dieser, „zerfällt, das Vergessen der Nachwelt löscht ihn aus. Siehe: Cicero a. a. 0. Cap. 3, 7, 8; über die auf die ungarische Lyrik am Anfang des vorigen Jahrhunderts ausgeübte Wirkung der Ciceroschen Vaterlandsliebe siehe eine Studie von György Király: Vörösmarty Volt tanítványaimhoz című költeménye (Über das Gedicht von Vörösmarty Zu meinen einstigen Schulen). In: A filológus kalandozásai (Die Streifzüge eines Philologen). Budapest 1980. 39 Emil Koronghi Lippich (Hrsg.): Lötz Károly. Meghalt 1904 október 13-án. (Károly Lötz. Gestorben am 13. Oktober 1904). Budapest 1905. 40 Zum der Unsterblichkeit angebotenen Gedenkabbild siehe: Pierre Georgel-Anne-Marie Lecoq: a. a. 0. S. 256-257. 41 Zu diesem Wandbild von Lötz und zur Legende siehe: Júlia Szabó: Szent László a XIX. század magyarországi festészetében és grafikájában (László der Heilige in der ungarischen Malerei und Graphik des 19. Jahrhunderts). In: A historizmus művészete Magyarországon (Die Kunst des Historismus in Ungarn). Hrsg. von Anna Zádor. Budapest 1993, S. 202-222. Die diesbezügliche Textstelle des Érdy-Kodexes lautet: „Sie standen auf am Frühmorgen, und als sie weitergingen, sahen sie, daß werder das Fuhrwerk noch der heilige Körper da sei. Sie wurden traurig darüber und liefen hin und her und fragten, wer diese gesehen habe, doch als sie sich in Richtung Großwardein wandten, dann sahen sie: also der heilige Körper zusamt dem Fuhrwerk geht in Richtung Großwardein ohne jeglicher menschlicher Hilfe. Sie sahen das große göttliche Wunder und lobten den Hergott." Tibor Kardos: Legendák könyve (Das Buch der Legenden). Magyar Századok (Ungarische Jahrhunderte). Budapest o. J. S. 169-170. 42 Eine monumentale Zusammenfassung des Kultes des „großen Mannes" im 19. Jahrhundert ist: La gloire de Victor Hugo. Galeries nationales du Grand Palais, Paris 1985-1986. Ein Ausstellungskatalog. Die Frage nach der bildlichen Huldigung des Künstlernames siehe auf S. 90-91. 43 Beispiele dafür siehe: Pierre Georgel-Anne-Marie Lecoq: a. a. 0. S. 227-228. ** Als Beispiel für die romantische Verwendung des Sternmotivs siehe La gloire de Victor Hugo, a. a. O., S. S. 113. Kat. 113. Auf dem Gemälde von André Gill weist Victor Hugo mit mahnender Gebärde auf den Stern über seinem Kopf. Den Autoren des Katalogs nach gehört diese Gebärde zum Repertoir des Redners. Das Sternmotiv auf Genieallegorien erhebt die Bedeutung der dargestellten Persönlichkeit in kosmische Dimensionen.