Pintér János szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1988-1989 (Budapest, 1990)
MÁRTHA ZSUZSANNA: A magyar baromfigazdaság helyzete az 1920-1938. években
Über den Zustand unserer Geflügelzucht in den Jahren 1920-1938 war die offizielle Bestand- und die Aussenhandelsstatistik die wichtigste Quelle, obgleich die erstere mit grossen Fehlern arbeitete. Am 28. Februar 1935. wurden aus dem 21,9 Millionen betragenden Landesgeflügelbestand 19 Millionen in den landwirtschaftlichen Betrieben unter 100 Katastraljoch zusammengeschrieben. Im Landesbestand war die Anzahl der Hühner über 80 Prozent. Die Hühner waren anspruchlos und abgehärtet, doch war ihr Bestand bei den einzelnen Züchtern gemischt und ohne Rassenmerkmal. Das Einkommen der Geflügelzucht war nur bei einer extensiven Haltung gesichert, wenn es sich auf das vom Geflügel selbst gesuchte Futter basierte. Von der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre an begann nach westlichem Modell eine kurze Konjunktur der kleinen Geflügelfarmen ohne landwirtschaftlichem Hintergrund. Ihr gesamter Geflügelbestand - 100 000-200 000 Stück - war im Vergleich mit dem Landesbestand unbedeutend. Eine grundlegende Frage der Geflügelzucht war die Verbesserung ihrer gesundheitlichen Lage. Um die Intensivität unserer landwirtschaftlichen Produktion zu steigern hat das Landwirtschaftsministerium im Jahre 1927 im Rahmen einer staatlichen Aktion Direktiven auch für die Entwicklung der Geflügel- und der Eierproduktion bestimmt, wobei die Steigerung der Ausfuhr in erster Linie in Betracht genommen wurde. Das wichtigste Mittel der Realisierung war die Verbesserung des Fachunterrichts, der Ausbau eines Netzes von grossen Brutzentralen und die Organisierung von Geflügelzuchtsmusterdörfern. In der Förderung des Exportes spielte auch die Verarbeitungsindustrie des Geflügels eine bedeutende Rolle. Die volkswirtschaftliche und soziale Bedeutung der ungarischen Geflügelzucht erwies sich besonders in der Jahren 1924-1938 im Ausfuhr und im Einkommen der Kleinbesitzer als hervorragend. In diesen 14 Jahren stammte 7,85-13,39 Prozent der ganzen ungarischen Ausfuhr und 26,31-41,87 Prozent der tierzüchterischen Ausfuhr aus der Geflügelzucht.