Für Lajos szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1984-1985 (Budapest, 1985)

Fülöp Éva: Halgazdálkodás a tata-gesztesi Esterházy-uradalomban az 1740-es években

FISCHWIRTSCHAFT AUF DEM HERRSCHAFTSGUT ESTERHÁZY VON TATA-GESZTES WÄHREND DER 1740-ER JAHRE. Die zahlreichen Landbesitze des Landesrichters Graf József Esterházy (1682— 1748) wurden durch Erbschaft, Kauf und Donationen erworben (1702—1736). In der Leitung der Herrschaftsgüter spielte die Domäne Tata—Gesztes die führende Rolle. Dieses Gut lag auf dem Gebiet der Gebirge Vértes und Gerecse. Die entlang der Brucklinie dieser Gebirge hervorquellenden und der Donau zustrebender Gewässer gaben eine gute Grundlage zur Fischwirtschaft. Nach dem Zeitabschnitt, in dem man sich mit der Neuorganisierung des Lebens auf den Landbesitzen und mit dem Wegschaffen aller Spuren der Kriegsverwüstun­gen bemühte, also von 1740 an, kam die Entwicklung der viel Arbeit fordernden, grösseren Aufwand beanspruchenden Wirtschaftszweige in Schwung. Als Ergebnis dieses Prozesses entfaltete sich die Fischwirtschaft in den Domänen, neben den Marktflecken (oppidum) Tata und Tóváros; in grosser Mehrheit der Dörfer (pos­sessio) und Meierhöfe (praedium) wurde Fischzucht getrieben. Im Gegensatz zu József Esterházy senior und dem an der Spitze der Herrschafts­güter seit dem Jahre 1742 mit unbeschränkter Vollmacht stehenden Ferenc Balogh, sah József Esterházy junior, der die Güter geerbt hatte, die Fischzucht nicht nur als eine beträchtliche Investition beanspruchenden, jedoch bedeutenden Gewinn versprechenden Wirtschaftszweig, sondern er betrachtete den Fischfang für ein seinem Range würdiges gesellschaftliches Ereignis. Als er aber um seine Schulden zu bezahlen und um die Güter im Eigentum der Familie behalten zu können, gezwungen war sein Vermögen den Erben seines Onkels zu überlassen, da gab es einen erheblichen Rückfall in der Wirtschaftsführung mit einer selbstverständli­chen Auswirkung auf die Fischwirtschaft. Die mit der Fischzucht und dem Fischfang verbundenen Arbeiten fasste das Fischereiamt des Herrschaftsgutes zusammen. Um entsprechende Fachkentnisse zu sichern, stand an der Spitze der Angestellten ein Teichmeister und zwei Fischer­meister. Die Teichmeister stammten aus Böhmen, wo die teichwirtschaftlichen Kenntnisse entwickelt waren. Die Aufgabe des Teichmeisters war Verfertigung der Rechnungsausweise über den Zustand der Teiche, über die Qualität und Quantität des Fischbestandes, über den Fischfang und über die Fischfanggeräte. Diese Rechnungsausweise wurden dem Rechnungsamt eingereicht. Die Teiche wurden von Teichhütern bewacht, die man von den Leibeigenen wählte. Die Arbeiten um den Teich hielt Ferenc Balogh unter seiner strengen Aufsicht. Bis auf die kleinsten Einzelheiten achtend, leitete er die Herrschaftsgüter. Die Teichwirtschaft wurde fachgemäss eingerichtet. Man unterschied Strich-, Zöglings-, Mast-, Winterteiche und auch Lagerteiche, die für den Fischbestand den günstigen Verkaufszeitpunkt abzuwarten ermöglichten. Man trachtete das Netz der Teiche so zu gestalten, dass es jahrlich genügend Fische zum Abfischen gab. Man züchtete hauptsächlich Karpfen, Hechte und Schleie. Durch das Abfischen und durch die Verwertung der Fische, stand das Herr-

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