Takács Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1975-1977 (Budapest, 1978)

Csoma Zsigmond: Szőlészeti munkaeszközváltás Somlón

Vor der Beschreibung der Arbeitsgeräte in Somló sollten hier die hemmenden Faktoren und gleichzeitig die Ursachen der Notwendigkeit im Gerätewechsel und der Mechanisierung in der Weinkultur erläutert werden. Faktoren, von denen die Mechanisierung gehemmt wird, sind: — individueller und Stockanbau der Rebepflanzen, — Wirtschaftspolitik des Wiener Hofes, — Armut an Kapital, — Überwachsen des Feudalismus in den Kapitalismus, hat die Weinkultur besonders schwer betroffen, — Geländeverhältnisse der Weinpfammungen vor der Blattlausverwüstung. An den Abhängen ist die Mechanisierung immer mit Schwierigkeiten verbunden, — Traditionalismus und Furcht, Misstrauen dem Neuen gegenüber, Unzeitgemässheit und Unvollkommenheit der ersten Konstruktionen, — unrichtige Auffassung der Weintechnologie, der gegenüber den mit den Kellerei-Maschinen behandelten Weinen ein Misstraunen ausgeübt hat. — Mangel an naturwissenschaftlichen und weinbiochemischen Kenntnissen. Ursachen, die den Wechsel der Arbeitsgeräte und die Mechanisierung zwangsläufig beförderten: — Unbrauchbar keit der Fronarbeitskräfte, — Vorbilder der Modellanlagen und Mustergüter, — Flächenvergrösserung der Rebepflanzungen am Flachland nach der Phyloxerenpest, — Beispiele aus West-Europa, — Maschinennachahmungen der ersten ungarischen landwirtschaftlichen Maschinenfabriken, — Studenten der Schulen und Fachinstitute, von denen die moderne Technologie verkündet wurde, — Starke Werbung für den Geräteverwand, — die Taglöhner haben bei der Arbeit die eigenen Geräte benützt, sodass sie in Somló an der Arbeit, mit besseren Geräten interessiert waren. Trotz den weltlichen und kirchlichen domanialen Weingütern in Somló, ist im 19. und auch noch um die Mitte des 20. Jahrhunderts für Somló die kleinbetriebliche Produktion charakteristisch. In den Adels- und Herrschaftsgütern war der Gerätebestand besser als in den Weingärten der Fron- und Dorfbauern. Dies betrifft nicht nur die Anzahl der Handgeräte, sondern auch deren bessere Qualität und Zeitmässigkeit. Während die Werkzeuge der Bauern von eigener Konstruktion oder Fertigungen der Dorfhandwerker waren, strebten die auf kleinbetrieblichen Niveau wirtschaftenden Herrengüter die Arbeit mit Handels- und Fabrikserzeugnissen (Hacken,Rebscheren, Pflanzenschutzmaschinen usw.) zu verrichten. Die herrschaftlichen Weinwirtschaften dienten als Muster für die bäuerlichen Weingärten, es kam auch vor, dass die Geräte der Herrengüter zu den Bauern kamen. Aber auch die Grossbesitze haben kein anderes Gerät als die Sümeger Hacke benützt. Die Fabriken und Manufakturen waren gezwungen Hacken von Typ Sümeg herzustellen, die auch in den Adels- und herrschaftlichen Weinbergen verwendet wurden. Die zweiästige Gabelhacke, die Hornhacke wurde, - da sie schwer zu handhaben war -,vom Anfang des 20. Jahrhunderts in den Hintergrund gestellt und lediglich nur in 1 bis 2 herrschaftlichen Weinbergen benützt. Beim Arbeitsgerätewechsel im Weinbau, z.B. beim Schnitt, konnte das aus dem Gebrauch verdrängte Rebmesser nicht nur durch die Rebschere ersetzt werden. Dies hat eine erweiterte Funktion der ehemaligen Säge erfordert, sie ist dadurch zu einem wichtigen Gerät auch beim Schnitt geworden. Beim Verwand von Pflanzenpflege- und Pflanzenschutzmitteln gingen ebenfalls die herrschaft­lichen Weingüter voran. Die bäuerlichen Betriebe konnten hier nur noch unter den fertigen Fabrikatstypen wählen.

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