Wellmann Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1971-1972 (Budapest, 1973)
Selmeczi-Kovács, Attila: Handgeräte für das Garbenbinden und die Einbringung des Getreides in Ungarn
Abb. 4. Nachrechen mit verschiedenen Stielformen. Komitat Zemplén. Nach IKVAI, N. op. cit. gabel haben ebenfalls überwiegend die Männer die Arbeit verrichtet, beim Binden wurde sie in die Garbe gestochen und diese solcherart aufgehoben, auf den Wagen gelegt oder gefeimt. Die vorgeführten Handgeräte folgten bezüglich ihrer geographischen Verbreitung der Verteilung der Getreideschnittypen. So war z. B. der Gebrauch des Hakens für Büschelsammeln bzw. des Bindestockes dominierend entsprechend den Gebieten, wo das Mähen mit der Sense bzw. mit der Sichel vorgenommen wurde. Der Haken für Büschelsammeln ist in entschneidender Weise im Alföld bekannt, wo das Getreide in traditioneller Form durch Ausschwaden mit der Sense und Garbenbinden geschnitten wurde, das heißt die Halme auf das Feld gelegt wurden. 17 Die langstieligen Haken haben das i?Bei dem anderen Typ der Ernte mit der Sense: bei dem Anhauen mit der Sense und Garbenbinden, das die Ernte mit der Sichel abgelöst hat und überall in Europa bekannt ist, wurden die an die noch stehenden Getreidehalme angelehnt gebliebenen Ähren mit der Hand oder der Sichel eingesammelt. Dies war in Transdanubien und auf dem nördlichen Bergland eine allgemein verbreitete Gepflogenheit. Nach der Jahrhundertwende dehnte sich dieser Brauch auch gegen das Alföld zu aus, wo auch das Büschelsammeln mit der Sichel erschienen ist, Cf. BALASSA. I. A debreceni cívis földművelése és műszókincse (Der Ackerbau des Debrecener Wirtschaftsbürgers und sein Kunstwortschatz). Debrecen 1940. 34.; siehe noch MW. T. 2. 215. — Neuerdings verweist im Bergland das Büschelsammeln mit der Hand den Gebrauch der Sichel in den Hintergrund. BALASSA, I. op. cit. (1964) 85.