Wellmann Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1971-1972 (Budapest, 1973)

Veress, Éva: Regionale Untersuchungen zum Thema „Betriebsformen der Bauernwirtschaft"

sachliche Begründung unserer Experimente zu berichten, möchte ich es ver­meiden, durch ungenügende Entfaltung Unklares preiszugeben, oder eben Banalitäten neuformulierend, ungelöste Probleme einfach des Inventars willen anzuführen. Anstelle dieser möchte ich in meinem kurzgefaßten Beitrag eher aus dem methodischen Axiom ausgehen, das in dem Alltagsspruch des legen­denhaften Camputers ausgesagt ist. So kann ich am besten ahne Umschweife auf das Thema eingehen, von dem ich sprechen möchte: das Befragen der hi­storischen Quellen. Es ist wohl wahr, daß die 1960 so zutreffend klingende Kritik des Öko­nomen P. LEBRUN 1 — „der Historiker nimmt sich nicht die Mühe, den Ge­genstand seines Studiums zu formulieren und seine Konzepte zu definieren" — heute überholt sein mag, aber das Problem ist keineswegs aufgehoben. Eben die Vielfältigkeit der methodischen Versuche, Bestreben und Ergebnisse be­stätigen dies. 2 Meinerseits kann ich auch bloß über ein Bestreben berichten, ohne Anspruch auf Endgültigkeit, ohne Recht auf Verallgemeinerung des Resultats — umso mehr, da die Forschung selbst noch nicht abgeschlossen ist. Es handelt sich um ein Bestreben, den Informationswert der Quellenangaben durch eine Reihe von Manipulationen zu erweitern, die am besten mit einer Rechen­maschine durchführbar sind. Nach eingehender Untersuchung einer großen Zahl von Bauernbetrieben des 16—17. Jahrhunderts 3 kam ich zum Entwurf eines Modells, in dem die Betriebsformen von zwei Seiten erfaßt werden sollen: aus ihrem inneren Auf­bau und von Außen, aus den Faktoren der wirtschaftlichen Umgebung. Erstere Annäherung kann leichter verwirklicht werden, trotz der bekannten Schwierigkeiten, denn eine repräsentative Charakterisierung der verschiede­nen Betriebsformen ist verschiedenerweise möglich, sie scheint z. B. zutreffend in der Form, wenn man aus der Produktivkraft ausgeht und den Anteil der Betriebsformen an den Produktionsmitteln ihrer geographischen Region (bzw. der Ortschaft) bestimmt. Dies ist mit einfachen Formeln zu berechnen, die in mathematischer Hinsicht elementar und der jeweiligen Quellenbasis gemäß flexibel anwendbar sind. Die Charakterisierung einer geographischen Einheit '„Dire que l'historien, lui, connait la -«fin de l'histoire* et peut raisonner en con­séquence, suppose deux propositions non directement explicites: l'historien a un recul suffisant pour que l'on puisse considérer que l'évolution historique envisagée n'est plus en cours, a abouti; 2. ce que entraine: l'historien a devant les yeux — directement ou par documents — un état d'équilibre et le mouvement qui y a conduit. Cela explicite, on voit difficilement ce qui oppose l'histoire aux autres sciences qui, elles aussi, travaillent sur l'état initial du système, son mouvement et l'état final d'équilibre atteint. La seule «nuance*, c'est que l'historien ne se donne pas la peine de formaliser son objet d'étude et de définir ses concepts." LEBRUN, PIERRE: Structure et quantification. Réflexions sur la science historique. (Communication présentée au Centre National de Recherches de Logique, 1960.) In: Raisonnement et démarches de l'historien, publié par Chaïm Perelman. Editions de l'Institut de Sociologie, Université Libre de Bruxelles, (s. d.) 51. (Fußnote 46.) 2 Es genügt, neuestens auf das reiche diesbezügliche Material der Historikerkon­gresse Leningrad —Moskau 1970 zu verweisen. 3 VERESS, ÊVA: Jobbágytelek és parasztgazdaság az örökös jobbágyság kialaku­lásának korszakában. In: Band ähnlichen Titels (Bauernhufe und Bauernwirtschaft in der Entstehungszeit der ewigen Leibeigenschaft), red. László Makkai. Budapest 1966. 285—426. (Es wurden die Zehentlisten und Urbarien der Jahre 1548—1578 von zwölf nordostungarisbhen Dörfern bearbeitet.) 1G8

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