Wellmann Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1971-1972 (Budapest, 1973)

Veress, Éva: Regionale Untersuchungen zum Thema „Betriebsformen der Bauernwirtschaft"

hingegen ist — wie bekannt — viel problematischer. Eine Reduktion auf die Produktionsmittel ist meistens nicht durchführbar und scheint auch nicht zweckmäßig. Weit komplexere Mittel der Charakterisierung müssen gefunden werden und eine praktisch wie theoretisch gleichweise bedeutende Schwierig­keit liegt darin, daß quantitative Momente mit nicht quantitativen (bzw. schwer oder überhaupt nicht quantifizierbaren) Momenten zusammen in Betracht gezogen werden müssen. Diese zwei Arten der Charakterzüge (Merkmale) sollen mathematisch behandelbar definiert sein, es ist also die gleiche Art der De­finition (und der Bearbeitung) notwendig für quantitativ erfaßbare Erscheinun­gen sowie für Erscheinungen nicht quantitativen Charakters. Die Schwierig­keit liegt darin, daß beide als gleichwertig gelten und bei den Manipulationen nicht zu trennen sind, wobei die in der Statistik für ähnliche Probleme an­gewandten Methoden nicht die nötige Vielseitigkeit aufweisen, nicht Opera­tionen mit theoretisch unbegrenzigr Zahl der Gesichtspunkte gestatten. Freilich wäre es möglich, die in einem Modell festgelegten Zusammenhänge theoretisch zu formulieren, ohne Hinsicht auf die Möglichkeiten der Verifika­tion, d. h. ohne Berücksichtigung des zur Verfügung stehenden Quellenmaterials und der Schranken unserer möglichen Kenntnisse oder der Notwendigkeit einer Anwendung mathematischer Mittel, konkreter mathematischer Formeln. Solche Modelle sind manchmal geeignet, Dinge hypothetisch klarzulegen'*, aber ihr a-priori-Charakter und ihre praktischen Anwendungsschranken schließen sie aus den weiteren Betrachtungen aus. Ohne tiefer in das Problem des Modells für die Zusammenhänge der Bauernbetriebsformen einzugehen — das ohne konkrete Beispiele und Doku­mentation nicht angebracht wäre — ist es schon aus dem flüchtigen Uberblick ersichtlich, daß unser Problem eng mit der allgemeinen regionalen Problema­tik verbunden ist, beschwert mit der zusätzlichen Last, daß ein einheitliches System geschaffen werden muß für die repräsentative Charakterisierung von Betriebsformen und von territorialen Einheiten. So war das regionale Problem — wie in vielen anderen Fällen — auch bei der Forschung der Bauernbetriebs­formen nicht umzugehen, es mußte den Mittelpunkt der Untersuchung einneh­men. So kam es, daß mein Arbeitsbericht über den Bauernbetrieb sich hier im großen und ganzen mit der Regionenforschung befaßt, einen Aspekt der Abgrenzung von Regionen behandelt. Da neben diesen Fragen das Betriebs­problem nicht ebenfalls erörtert werden kann, ist das vorliegende Unter­suchungsmaterial als Illustration zur regionalen Forschung zu betrachten. Dieser thematische Versuch bringt an sich kaum etwas neues: Ortschaften werden nach verschiedenen Merkmalen gruppiert, ihre Verteilung in den Merkmalgruppen geographisch dargestellt, und aus der geographischen Dar­stellung Zonengrenzen festgelegt. Aus diesem Verfahren ergibt sich ein fast endloses Spiel mit geographischen Übereinstimmungen und Kontrasten. Ob es sich schließlich lohnt, liegt nicht so sehr an der Wahl der Merkmale — wenn diese auch keineswegs unterschätzt werden soll •—, sondern an der angewand­ten Technik. Ob das Volumen der geographischen Analyse, die Reihe der '•Das ungarische Schrifttum betreffend s. als erster Versuch geltende Mo­dell der Bauernhaushaltsbilanz auf Thünen'scher Grundlage: PERJÉS, GÉZA: A modellek jelentősége a történeti statisztikában (Die Bedeutung der Modelle in der historischen Statistik). Statisztikai Szemle 1967. 1269—1275.

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