Balassa Iván szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1969-1970 (Budapest, 1970)

Matolcsi János: Híres versenylovak csontozatának sajátosságai

In dem Schulter- und Beckengürtel konnten insoweit Eigenheiten nachgewiesen werden, daß Kincsem über ein schrägeres Schulterblatt verfügte (Tab. 10), auf dem Beckenknochen (Tab. 11) die Merkmale des Geschlechtsdimorphismus vortraten. Der Geschlechtsdimor­phismus zeigt sich auf dem Beckenknochen von Kincsem insbesondere darin, daß die Breitenmaße um 6 — 30% größer sind und dieses Merkmal kommt auch in der größeren Länge des Hüftenbeines zum Ausdruck. Hinsichtlich der Extremitätenknochen begegnen wir der Erscheinung, daß Hadius, Femur, Tibia und Metatarsus III beim Skelett des Kincsem länger sind als bei Buccaneer und The Skipper, hingegen der Humerus kürzer ist, obwohl Buccaneer von diesem den kürzesten aiifweist (Tab. 12). Die charakteristischen Unterschiede kommen in der Größe der als Ausgangspunkt der knoehencharakteristischen Untersuchung dienenden quantita­tiven Wertzahl (Tab. 13), ferner in der Proportion der einzelnen Extremitätenknochen zu den Mittelfußknochen (Tab. 14) und im Prozentsatz der einzelnen Knochen zur Länge der Extremität (Tab. 15— 10) zum Ausdruck. Aus all diesen Vergleichen war eindeutig festzustellen, daß bei dem Skelett von Kincsem und von Buccaneer der Humerus auch in absolutem und relativem Sinne kurz, die Tibia hingegen lang ist. Im Skelett von The Skipper erwiesen sich die Scapuhx, der Metacarpus and die Tibia für lang. Gegenstand der Studie bildete auch die Feststellung dessen, in welcher Proportion die Länge der einzelnen Extremitätenknochen zur Widerristhöhe der Tiere steht. Aus den vorangehend bekanntgegebenen Knochenproportionen ergibt sich, daß die Widerrist­höhe von Kincsem fünfmal größer, als die Länge des Humerus und viermal größer, als die Länge der Tibia ist. Interessanterweise stimmt im Falle von Kincsem die Multipli­kationszahl des Metacarpus III, bei The Skipper die des Femur genau mit den diesbe­züglichen Zahlen Kiesewalters überein. Der mit den Multiplikationszahlen Kiesewalters berechnete Wert der Widerristhöhe der Tiere erwies sich bei Kincsem um 1,20 cm kleiner, als die effektive gemessene Widerristhöhe, hingegen bei Buccaneer war dieser Wert um 1,9 cm größer, bei The Skipper übertraf der errechnete Wert die tatsächlich gemessene Widerristhöhe um 10 cm. Schließlich werden in der Abhandlung die Fingerknochen erörtert und ihre Länge mit den Längen der Metapodien verglichen. Als besonderes Merkmal konnte bei Kínoséra die Länge des Fesselbeines (Os phalangis I.) festgestellt werden.

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