Technikatörténeti szemle 9. (1977)

A MÉRÉS ÉS A MÉRTÉK AZ EMBERI MŰVELŐDÉSBEN című konferencián Budapesten 1976. április 27–30-án elhangzott előadások I. rész - Hermann, D. B.: A métertől a kozmikus dimenziókig

D. B. HERRMANN* VOM METER ZU DEN DIMENSIONEN DES KOSMOS Das moderne astronomische Weltbild — ein unverzichtbarer Teil der ge­samten Weltanschauung unserer Zeit — ist ohne zutreffende Kenntnis von der räumlichen Struktur des Universums undenkbar. Auch die Wissenschaft Astro­nomie mit ihren zahlreichen Aussagen über das Wesen kosmischer Objekte und Prozesse kann Maßbestimmungen der Entfernungen nicht entbehren, da sie nur vermittels Entfernungsangaben die Fülle ihrer anderen Fragen beant­worten kann: Probleme absoluter Strahlungsleistungen von Fixsternen, physi­kalische Prozesse der Energiefreisetzung und der Entwicklung der Sterne, Fra­gen der Evolution des Universums als Ganzes — dies alles steht und fällt mit dem Wissen um kosmische Distanzen. Somit zählt verläßliches Wissen über die Entfernungen astronomischer Objekte zu den Grundbausteinen unseres Weltverständnisses. Bemühungen um Entfernungsmessungen durchziehen daher die gesamte Geschichte der Astronomie von der verwaschenen Grenze zwischen Mythologie und Wissenschaft bei Anaximandros (—611 bis —545) bis in unsere Tage. 1 Das Problem der Distanzmessung kosmischer Objekte lautet: man ver-. gleiche die Strecken zwischen verschiedenen kosmischen Körpern mit einer durch Konvention als Einheit festgelegten Länge. Es liegt in der Natur der Auf­gabe, daß ein direkter Vergleich bei dieser astronomischen Aufgabe nicht mög­lich ist. Die Anwendung der Trigonometrie ergibt selbst bei den uns benach­barten Himmelskörpern Mond und Sonne nur relative Resultate, da meßbare Verschiebungen (Parallaxen) nur bei Verwendung hinreichend großer Meß­basen auftreten. So gab z. B. Hipparch (um —190 bis um —120) die Mond­entfernung zu 59 Erdradien an. Aus der berühmten Ausmessung des Dreiecks Erde—Mond—Sonne im ersten oder letzen Viertel des Mondes fand Aristarch von Samos (um —310 bis um —230) eine Sonnenentfernung von 19 Mond­entfernungen (tatsächlicher Wert: 370). Erst in Verbindung mit der ersten re­lativ genauen Bestimmung des Erdumfanges durch Eratosthenes (—276 bis —195) lassen sich hieraus absolute Angaben (in Stadien) ableiten. Die Basis für ein verbindliches Programm sowohl zur Bestimmung der Dimensionen des Planetensystems als auch entfernterer Objekte lieferte das * Sternwarte, Berlin, (DDR)

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