Technikatörténeti szemle 9. (1977)

A MÉRÉS ÉS A MÉRTÉK AZ EMBERI MŰVELŐDÉSBEN című konferencián Budapesten 1976. április 27–30-án elhangzott előadások I. rész - Hermann, D. B.: A métertől a kozmikus dimenziókig

heliozentrische System des Kopernikus. Per definitionem gab es im geo­zentrischen Weltsystem keine jährlichen Fixstern-parallaxen, da diese eine Wie­derspiegelung des Erdumlaufs um die Sonne darstellen. Andererseits ist die Ent­deckung der Keplerschen Gesetze ebenfalls als ein inhärenter Bestandteil der Kopernikanischen Revolution anzusehen und somit auch die präzisen Maßbe­stimmungen innerhalb des Planetensystems, die sich aus dem mathematischen Zusammenhang zwischen den relativ leicht meßbaren (siderischen) Umlauf­zeiten der Planeten und den großen Halbachsen ihrer Bahnen ergeben. Sowohl die Fixsternentfernungen auf der Grundlage jährlicher Parallaxen als auch die großen Halbachsen der Planetenbahnen ergeben sich jeweils in Einheiten des Abstandes Erde—Sonne (Astronomische Einheit). Somit bietet sich die Dimen­sion der Erdbahn als eine natürliche Einheit für Distanzangaben astronomischer Objekte an. Der Brückenschlag zum irdischen Maßstab (z. B. zum Meter) muß dann dadurch erfolgen, daß die Astronomische Einheit durch Winkelmes­sung in Einheiten des Erdradius bestimmt und dieser dann — im Prinzip nach der Methode des Eratosthenes — in irdischen Einheiten (z. B. Metern) ausge­drückt wird. Aus dieser historischen Situation ergaben sich nach Kopernikus zwei schein­bar unabhängige, aber für die Übertragung der irdischen Längenskala auf den Kosmos unabdingbar zusammengehörige langfristige Programme: die ge­naue Bestimmung der AE und die Relativbestimmungen immer weiter entfern­ter Objekte. Eine hinreichend zutreffende Vorstellung von der Größe der Astro­nomischen Einheit in Metern ist erst durch die gegenüber Eratosthenes ge­nauere Erdmessung von Picard (1671) in Verbindung mit der Anwendung der Keplerschen Gesetze möglich geworden. Aus der Marsopposition von 1672 wur­de die Sonnenparallaxe erstmals annähernd richtig abgeleitet (9",5). Später sind dann aus Venusdurchgängen (1761 und 1769) bessere Werte gemessen worden, die schließlich unter Benutzung von Oppositionen kleiner Planeten (Eros) und Radarechomessungen weiter präzisiert wurden. (Gegenwärtig bester Wert in metrischen Einheiten: 1 AE = 149 598 000 +300 km. Die Messung der ersten Fixsternparallaxen (Bessel, Struve, Henderson 1837 bis 1840) wies jedoch schon unübersehbar auf eine Schranke der Direktbestimmung von individuellen Fix­sternentfernungen durch Winkelmessung hin: selbst die uns benachbarten Fix­sterne weisen nur jährliche parallaktische Verschiebugen ihrer örter von Bruch­teilen einer Bogensekunde auf. Deshalb machte C. A. F. Peters bereits 1865 — man kannte damals erst 10 Fixsternentfernungen — darauf aufmerksam, daß es ein nicht zu erreichendes Ziel sei, die Parallaxen von Sternen geringer Helligkeiten als 3 m durch Direktbeobachtungen zu bestimmen, weil „die An­zahl der lichtschwächeren Sterne so sehr groß ist, als auch weil der Betrag der Parallaxen für direkte Beobachtungen zu klein sein wird". 2 Er schlußfolgerte daraus, daß man nur dann zu einer „allgemeinen Bestimmung der Entfernun­gen für alle Größenklassen" gelangen könne, wenn man grundsätzlich andere Methoden anwende. Abgesehen davon, daß der Einsatz der fotografischen Me­thode in Verbindung mit langbrennweitigen Refraktoren 3 und neuerdings auch der Einsatz von Reflektoren großer Öffnungen' 1 die Absolutheit der Aussage von Peters erschüttert haben, ist es prinzipiell trotzdem mittels Direktmessun­gen nicht möglich, beliebig weit entfernte Objekte auszumessen. Für Distanzen

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