Technikatörténeti szemle 9. (1977)
A MÉRÉS ÉS A MÉRTÉK AZ EMBERI MŰVELŐDÉSBEN című konferencián Budapesten 1976. április 27–30-án elhangzott előadások I. rész - Hauser, W.–Klages, H.: A Physikalisch-technisches Reichsanstalt metrológiai feladatai
heutigen Tage immer so umfangreich, daß sie den größten Teil der Arbeitskapazität der Anstalt beanspruchten. Die Konzentrierung der PTR auf diese Aufgaben wurde dadurch erleichtert, daß die Technischen Hochschulen sehr bald über gut ausgestattete Laboratorien verfügten und ausgedehnte wissenschaftliche Untersuchungen auf dem Gebiet des Maschinenbaues und der Elektrotechnik durchführen konnten. Daneben wurden andere staatliche Institutionen gegründet, wie z. B. die Mechanisch-Technische Versuchsanstalt und die Chemisch-Technische Versuchsanstalt, die Materialuntersuchungen durchführten, und später die Kaiser-Wilhelm-Institute für reine Forschungsaufgaben. Es war sehr bald abzusehen, daß Schwerpunkt der Arbeit der wissenschaftlichen Abteilung immer die Metrologie sein würde, daß mit. dem Fortschreiten von Physik und Technik der erforderliche Aufwand immer größer werden würde und daß es zur Lösung der Aufgaben einer engen Wechselwirkung zwischen Forschung und Prüfung bedurfte. Die Aufteilung der PTR in eine wissenschaftliche und eine technische Abteilung — bei den ursprünglich für die Anstalt vorgesehenen Aufgaben eine durchaus sinnvolle Organisation — erwies sich deshalb in zunehmendem Maße als unzweckmäßig. Außerdem führten im Laufe der Zeit auch die Laboratorien der technischen Abteilungen neben ihrer Prüftätigkeit wissenschaftliche Untersuchungen zur Lösung der in ihrem Arbeitsbereich auftretenden Probleme durch. Das führte dazu, daß für mehrere Gebiete sowohl in der wissenschaftlichen als auch in der technischen Abteilung ein Laboratorium vorhanden war und teilweise Doppelarbeit geleistet wurde. Deshalb schlug 1913 Warburg, seit 1905 Präsident der PTR, vor, die Teilung der Anstalt in eine wissenschaftliche und eine technische Abteilung aufzuheben und sie stattdessen nach Fachgebieten zu gliedern. Seine Vorstellungen über die Neuorganisation der PTR legte er 1913 in einer Denkschrift nieder. Einige Mitglieder des Kuratoriums erhoben Einwände. Röntgen, der zu dieser Zeit Mitglied des Kuratoriums war, verfaßte eine Denkschrift gegen den Warburgschen Vorschlag. Es wurde befürchtet, daß durch die Auflösung der wissenschaftlichen Abteilung die wissenschaftliche Arbeit der PTR verringert und der Einfluß des Präsidenten auf sie erschwert werde. Warburg modifizierte seinen Entwurf und schlug die Bildung von drei Fachabteilungen (Optik, Elektrizität und Wärme) mit je zwei Unterabteilungen vor, von denen die eine die rein wissenschaftlichen, die anderen die technisch-wissenschaftlichen Untesuchungen und die Prüfungen ausführen sollte. Die Schaffung der Unterabteilungen läßt den Kompromiß erkennen, der hier geschlossen wurde, handelt es sich doch um eine Verlagerung der bisherigen dualen Struktur der PTR in die Fachabteilungen. Diesen neuen Vorschlag Warburgs nahm das Kuratorium mit etwa 3/4-Mehrheit an (u. a. stimmte W. Wien dagegen, Röntgen war nicht anwesend). 1922 stellte der Verein Deutscher Ingenieure und der Normenausschuß des Verbandes Deutscher Elektrotechniker an den Reichstag den Antrag, die Reichsanstalt für Maß- und Gewicht, die 1869 als Normal-Eichungskommission des Norddeutschen Bundes gegründet und 1875 vom Reich als Kaiserliche NormalEichungskommission übernommen worden war, in die Physikalisch-Technische Reichsanstalt einzugliedern (13). Der Antrag auf Verschmelzung — ohne Wissen der beiden Reichsanstalten gestellt — wurde folgendermaßen begründet: