Molnár Pál szerk.: Az Országos Hadtörténeti Múzeum Értesítője 1. (Budapest, 1971)

PONGÓ JÁNOS: Az Országos Hadtörténeti Múzeum története I. rész

Die erfolgreiche kriegsgeschicht­liche Ausstellung während der Millen­niumsfeierlichkeiten 1896 begeisterte das Publikum. Das gesammelte reiche kriegshistorische Material hätte einen guten Ansatz zur Gründung eines Kriegsmuseunis geben können. Die Sache ging aber trotz der vielen Ver­sprechungen und Zustimmungen auch diesmal nicht vorwärts. Die ungarische Husarenausstellung auf der Pariser Weltausstellung 1900 hat wieder eine Gelegenheit geboten, die nicht ausgenützt wurde. Die wertvolle Sammlung wurde in der Ludovika Kriegsakademie unterge­bracht, wo sie während des ersten Weltkrieges zugrunde oder verloren gegangen ist. In 1908 schrieb Jenö Pilch einen Artikel über die Gründung des Museums, aber auch dieses Be­mühen blieb ohne Erfolg. In den Vorkriegszeiten tauchte das Problem der Heimschaffung des unga­rischen Kunstschatzes aus Wien auf, worin auch die Kriegstrophäen in­begriffen waren. Im Zusammenhang mit diesen Bestrebungen tauchte der Gedanke der Aufstellung eines Kriegs­museums wieder auf. Die Sache kam vors Parlament, aber auch die Inter­pellationen brachten nicht die er­hoffte Lösung. Die öffentliche Meinung — an ihrer Spitze mit dem Kriegsgeschichtlichen Ausschuss der Ungarischen Akademie der Wissenschaften — forderte mit erneuten Kräften im ersten Kriegsjahr die Aufstellung des ungarischen Kriegs­museums. Diese Forderung blieb jetzt ständig auf der Tagesordnung und gestaltete sich am Ende des Krieges — alle bürokratischen Hemmnisse besiegend — doch zu einem fertigen Plan, der nur noch der Allerhöchsten Genehmigung bedurfte. Über das grundlegende Hemmnis der Gründung des Museums stehe hier das Schicksal einer am Anfang des Krieges zusammengestellten Eingabe: Der Sekretär des Balaton Museum­Vereins, dr Arpäd Csäk, richtete un­mittelbar nach dem Ausbruch des ersten Weltkrieges eine Eingabe an den ungarischen Landesverteidigungs­minister, worin er auseinandersetzte, dass die Gelegenheit zum Sammeln von Kriegstrophäen und damit auch zur Gründung eines Kriegsmuseums durch den Ausbruch des Krieges ge­geben sei. Als Ort des Sammeins schlug er die Kampfgebiete der ins Feld ziehenden Truppen vor. Diese Eingabe wurde auch an den gemei nsamen Kriegsminister gerichtet. Die uns zur Verfügung stehende Antwort deutet klar auf die Tendenz der Wiener regierenden Kreise hin: der Kriegsminister gestattete das Sam­meln von Gegenständen im Kampf­gebiet der Truppen nicht, weil dies in den Reglements genau vorgeschrieben war. Das wichtigste Problem — die Gründung des Ungarischen Kriegs­museums wurde einfach ohne Antwort gelassen wahrscheinlich weil kein Paragraph dazu bekannt war. Die Kriegstrophäen und Kriegs­beute, auf die der gemeinsame Kriegs­minister einen Anspruch erhob, ström­ten nach Wien, das Heeresmuseum konnte diese Menge unmöglich fassen. Ab 1916 stand der Neubau des Heeresmuseums im Plan der Wiener Regierung, das die Bestände in seinen weiten, speziellen Räumen gut auf­bewahren könnte. Die geheim ge­haltene Sache gelang aber doch zur Kenntnis der ungarischen Regierung, und durch dieses Ereignis nahm der ungarische Landesverteidigungsminis-

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