Molnár Pál szerk.: Az Országos Hadtörténeti Múzeum Értesítője 1. (Budapest, 1971)

PONGÓ JÁNOS: Az Országos Hadtörténeti Múzeum története I. rész

ter die Sache des Kriegsmuseums wieder in die Hand. Das im Juli 1917 zusammengestellte erste bekannte Konzept: Pro memoria über die Gründung des Ungarischen Kriegs­museums" — besagt, dass es wün­schenswert wäre, in Budapest ein für jedermann zugängliches Kriegsmu­seum zu gründen, in welchem die von den aus Ungarn ergänzten Truppen in heldenhaften Kämpfen erworbenen Gedenkgegenstände und Kriegstro­phäen der Nachwelt den Ruhm ver­gangener Zeiten verkünden sollen. Der Zeitabschnitt des Sammeins wur­de — vorsichtshalber — nur auf den ersten Weltkrieg beschränkt, und dar­auf hingewiesen, dass wenn Gegen­stände aus früheren Epochen oder aus dem Jahre 1848 auftauchen würden, als die Nation mit dem Herrscher in Konflikt stand, dies die Eifersucht und das Misstrauen gevisser Kreise erwecken könnte; um nun alle Un­annehmlichkeiten zu vermeiden, sollte bei der Gründung festgelegt werden, dass das Museum ausgesprochen Gegenstände des Weltkrieges sam­meln wolle. Aus dem Plan geht hervor, dass die Leiter des Wiener Heeresmuseums und Kriegsarchivs sich zur Ubergabe des entsprechenden Materials bereit zeigten. Dem Plan gemäss wäre auch das Archiv in die Organisation des Museums aufzunehmen, das man durch die Erweiterung der Archiv — Unter­abteilung der Sektion 1/a im Landes­verteidigungsministeriu m ausbauen wolle. Am 9. September 1917 wurde vom gemeinsamen Kriegsminister ein neuer Plan unter dem Titel: „Projekt für ein volkstümliches Kriegsmuseum" verlautbart. Da man dieses Problem nicht mehr ausser acht Lassen konnte, war unseres Erachtens Zweck des ,,Projektes", die Sache in die Ansprü­chen Wiens enstprechende Richtungen zu leiten. Das Wesentliche des Pro­jektes war übrigens, das ungarische Museum möge sich ausschliesslich mit der Rolle des Hinterlandes beschäfti­gen und nur diesbezügliche Gegen­stände sammeln, da alles, was an den Fronten geschah und in unmittel­barem Zusammenhang mit den militä­rischen Operationen steht, dem Heeres­museum vorbehalten bleibt. Dieser Plan war für ein de jure selbständiges Land so beleidigend, dass ihn sogar das ungarische Landes­verteidigungsministerium, das wohl nie als hoffeindlich betrachten werden konnte, natürlich ablehnte. Die Sache des Kriegsmuseums wur­de im März 1918, bei der Erörterung des Neubaus des Heeresmuseums zum erstenmal öffentlich behandelt, als der gemeinsame Kriegsminister den Ver­treter des ungarischen Landesverteidi­gungsministers aufforderte, den Plan des ungarischen Kriegs museu ms vor­zulesen. Nach dieser Besprechung wurde auch von ungarischer Seite eine En­quete einberufen, wo der Leiter der Abteilung 1/a des Landes Verteidi­gungsministeriums beauftragt wurde, einen entsprechenden Antrag aus­zuarbeiten. Dieses Projekt erschien am 27. Juli 1918 als Vorlage des ungarischen Landes Verteidigungs­ministers, dem der Vortrag an den Herrscher und die Allerhöchste Re­solution beigelegt wurden. Dieses Kon­zept basierte auf dem ,,Promemoria", es war eine detaillierte, konkretisierte Variante desselben, nach dieser sollte das Museum aus drei Einheiten be­stehen: A) Ungarisches Pantheon, B) das eigentliche Museum, C) Unga-

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