Budapest Régiségei 40. (2007)

TANULMÁNYOK - Irásné Melis Katalin - Tóth Attila: A Budapest Margit-szigeti királyi udvarhely és a domonkos apácakolostor területén előkerült építészeti kőtöredékek katalógusa = Katalog der im Bereich des Königssitzes und dem Dominikanernonnenkloster auf der Margareteninsel von Budapest gefundenen architektonischen Steinfragmente 179

A MARGIT-SZIGETI KIRÁLYI UDVARHELY ÉS A DOMONKOS APÁCAKOLOSTOR ÉPÍTÉSZETI KŐKATALÓGUSA Jahrhunderts umgerissenen Mauern und die Auffüllung über ihnen abgeräumt wurden. Mit Ausnahme der Kirchenmauern blieben überwiegend die mittelalterlichen Fundamente erhalten. 1938 wurde in festlichem Rahmen der bekannte Ruinengarten eröffnet, der 1962, 1985 und 2001 wiederholt erneuert werden mußte. Eine neue Gruppe von behauenen Steinen/Ziersteinen fand sich bei den Denkmalforschungen von Kálmán und Géza Lux (1920 er-1930 er Jahre). Diese und die bei den Denkmaluntersuchungen von Rózsa Tóth 1959-1962 gesammelten Steine wurden im Lapidarium auf dem Ausgrabungsgebiet untergebracht. Bis 1985, als eine erneute Gartengestaltung vorgenommen wurde, war das unbewachte Lapidarium zerschlagen worden und ein großer Teil der Steine verschwunden. 1985 öffnete ein kleineres, ebenfalls unbewachtes Lapidarium im Kreuzgang und dem Kapitelsaal, einen Teil der damals nicht ausgestellten Steine schaffte man ins Lappidarium.8 Die auf der Insel verbliebenen Steine wurden großenteils erneut verschleppt. Zwischen 1995 und 2006 wurden alle im Freien verbliebenen und bei der Ausgrabung gefundenen Ziersteine ins Lapidarium des Budapester Historischen Museums überführt. Als erstes beschäftigten wir uns mit den Steinfunden der Ausgrabungen zwischen 1995 und 2004, die mit wenigen Ausnahmen in den Räumen und Höfen des mittelalterlichen Königssitzes und dem Chor der Klosterkirche zum Vorschein kamen (Abb. 4-5). 1. Gruppe. Die erste Gruppe der Steinfunde bilden jene Stücke, die an Ort und Stelle, in der originalen mittelalterlichen Lage gefunden wurden. Dazu gehören die Schwellen, Tür- und Fensterdetails im Erdgeschoß des W-Gebäudes des Königssitzes, die Mittelpfeilersockel der Wohnräume und Stufen­plattenfragmente (Abb. 6-8). Nach Abschluß der Grabungen nahmen wir die locker gewordenen oder leicht zu entfernenden Ziersteine heraus und verbrachten sie ins Lapidarium (Abb. 9-10). 2. Gruppe. In der SW-Ecke des östlichen Prunkhofes des Königssitzes stand im 14.-16. Jahrhundert ein Torturm mit Obergeschoß. Am Anfang des 19. Jahrhundert fiel der Turm zusammen, in seinen Mauertrümmern befanden sich besonders viele bemalte Ziersteine (Abb. 11-12). 3. Gruppe. Bauelemente aus den mittelalterlichen Aufschüttungen. 4. Gruppe. Die meisten Ziersteine wurden als Mauersteine in den Mauertrümmern gefunden (Abb. 13). In den freigelegten Mauerteilen kamen auch viele wertvolle Ziersteine zu Tage, die nicht herausgenommen werden konnten (Abb. 14-15). 5. Gruppe. Von jenen Steinen, die aus den auf die Lauf ebene der einzelnen Räume gefallenen Wand­trümmern oder den Wandtrümmern an der Außenseite der Räume zum Vorschein kamen, nehmen wir an, daß sie ebenfalls aus der mittelalter­lichen Wand des Königssitzes stammen. Zumeist waren es sekundär verwendete Mauersteine. 6. Gruppe. Ein Teil der Steine aus der Auffüllung der Unterboden-Heizeinrichtung stammen aus der Heizeinrichtung (Abb. 16). 7. Gruppe. Dieses sind Steinfunde aus der in die Höfe des Königssitzes geschafften und auch die Mauerreste bedeckenden Auffüllung. Sie können nicht bestimmten Gebäuden zugeordnet werden. KATALOG In den Jahren 1995-2004 wurde die Freilegung der Überreste des mittelalterlichen Königssitzes und des Dorninikanernonnenklosters auf der Margareteninsel durchgeführt. Unter den archäologischen Funden waren auch zahlreiche Fragmente von Bauelementen (Abb. 17-94). Ein Teil der wertvollsten Ziersteine stammt aus mittelalterlichen, mit Niveauerhöhung verbundenen Auffüllungsschichten oder aus den eingefallenen mittelalterlichen Mauern, aber die meisten Ziersteine haben wir aus der Auffüllung vom Anfang des 19. Jahrhundertsausgewählt, die die Räume des westlichen Hofsitzes und die Gebäudeüberreste bedeckte. Die Vermessung der Steine ist noch nicht beendet, deshalb können die mit der Bruchfläche nicht zusammentreffenden, offensichtlich aber zusammengehörigen Stücke, die Fragmente von Türen, Fenstern und Gewölberippen, vorerst nicht zusammengesucht werden. In den 174 Posten des Katalogs werden fast 190 St. Ziersteine publiziert. Verteilung der Funde im gesamten Material: grober Kalkstein - 75%, harter Kalkstein - 13%, Rotmarmor - 8%, Mergel - 2%, kalkhaltiger Sandstein, Weißmarmor und Hárshegy­Sandstein - 2%. Beobachtungen über den Zustand des Steinmaterials: 1. Die Stücke aus hartem Kalkstein, Marmor und Sandstein sind gut erhalten. 2. Die Stücke aus Mergel reißen bekanntlich schieferartig. 3. Die Stücke aus grobem Kalkstein sind mehrheit­lich in schlechtem Zustand. Ihr unbehandelter Teil bröckelt, zerfällt, sie vertragen kein Kleben. Bei Mobilisierung oder Reinigung löst sich der bemalte Putz von den Steinen. Die Gründe dafür sind: - schon ursprünglich schlechtere Qualität 205

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