Budapest Régiségei 35/2. (2002)

KÖZLEMÉNYEK - Belényesyné Sárosi Edit: Régészeti kutatások a középkori Buda Szentpétermártír külvárosában : Garády Sándor kutatásai, 1940-42. 1. 469-533

RÉGÉSZETI KUTATÁSOK A KÖZÉPKORI BUDA SZENTPÉTERMÁRTÍR KÜLVÁROSÁBAN wurden gefunden, aufgrund des Tagebuches war eine davon neuzeitlich, während in der anderen auch mitte­lalterliches Fundmaterial zum Vorschein gekommen ist (Taf. II/2). Ferner ist eine bogenförmige Mauerstrecke von unsicherem Alter und von unsicherer Funktion zum Vorschein gekommen, die der zuständige Archäologe als Brennofen identifiziert hat, der aber aus der Dokumentation nicht nachgewiesen werden kann (Taf. III/2a, 2b). Der Großteil des inventarisierten Materials, Hauskeramik von guter Qualität aus dem 13-17. Jahrhundert (Taf. XVI-XXIII) stammen aus den Gruben der Probegrabung, die später für Fundamentierungs­und anderen Zwecken benutzt wurden. CSALOGÁNY STR. 3A Die Dokumentation der auf dem Grundstück geführten Forschung ist besonders unvollständig, weder wurde der Ort fotografiert, noch das zum Vorschein gekommene Fundmaterial inventarisiert. Es ist lediglich sicher, dass auch mehrere mittelalterliche Objekte beobachtet wurden. Von diesen Objekten wurde ein Teil der als mittelalterlich identifizierten Mauern auf dem, die moderne Einteilung spiegelnden, Plan noch von Sándor Garády eingetragen (Taf. IV-VIII). Eine beträchtliche Abfallgrube wurde auf dem Grundstück gefunden, woraus türkische Gefäßscherben zum Vorschein gekommen sind (Taf. V/2). An der südöstlichen Seite des Grundstückes wurden die Kranzsteine eines Brunnens in 5 m Tiefe vom Bodenniveau aus gefunden. Aus diesem Brunnen kamen Gefäßfragmente zum Vorschein, die jedoch nicht ins Inventar aufgenommen worden sind (Tai. VIII/3). CSALOGÁNY STR. 3C Es wurde Garády erlaubt, auf dem Grundstück vor dem Beginn der Bauarbeiten zu forschen. In ganzer Länge des Grundstückes (21 m) wurde eine Forschungsgrube gezogen, ihre Breite war 2,8 m, durchschnittliche Tiefe 3,3 m (Abb. 6 und 7). Eine mit­telalterliche Mauer ist zum Vorschein gekommen, die von Garády auf dem modernen Plan eingezeichnet wurde (Taf. IX/2 und Taf. X). Im südlichen Teil der Forschungsgrube ist eine Abtrittsgrube mit türkischen und habanischen Gefäßen zum Vorschein gekommen. Davon hebt sich ein zum damaszenischen Styl gehörender, osmanisch­türkischer Fayencedeckel hervor (Taf. XXIV/2). Mittelalterliche Funde aus diesem Gebiet wurden ohne nähere Ortsbezeichnung inventarisiert (Taf. XXIV-XXV Abb. 8 und 9). ECKE DER CSALOGÁNY STR. 3D - GYORSKOCSI STR. Über die Ergebnisse der durchgeführten Grabungen (Abb. 7) hat Sándor Garády in seinem Artikel berichtet. Er hat auch die zusammenfassende Zeichnung der unpublizierten mittelalterlichen Mauern gemacht und mehrere Schnitte technisch gezeichnet (Taf. X und XI). Mehrere als mittelalterlich identifizierte Mauern sind auf dem Grundstück zum Vorschein gekommen (vgl. Taf. X.). An der nördlichen Grenzmauer des Grundstückes, in der Brandmauer des Nachbarhauses ist ein mittelal­terliches Mauerstück hervorzuheben (Abb. 10). Hier wurden auf gleicher Höhe zwei zugemauerte Öff­nungen, in 2,30 m Höhe vom damaligen Bodenniveau gefunden. Die Breite einer der zugemauerten Öff­nungen war 1,80 m, die der anderen 1,50 m, dazwis­chen wurde eine Weite von 2,65 m gemessen. Diese beiden Öffnungen hat Garády als Fenster einer Kirche gedeutet. Fundmaterial ist aus diesem Grundstück außer der berühmten, renaissancezeitlichen Ofenkachelgruppe nichts ins Inventar aufgenommen worden. Leider sind die Fundumstände und der genaue Fundort der Ofenkacheln nicht bekannt. Wahrscheinlich stammen jene kleinen Ofenkachelfragmente, die mit den renais­sancezeitlichen Fragmenten zusammen inventarisiert wurden, aus dem Grundstück. Es ist davon nur eines sicher zu identifizieren, es ist dies ein Fragment einer sigismundzeitlichen, mit dem Zeichen des Drachenordens verzierten Kachel (Taf. XXV/10). Die anderen zwei Fragmente gehören zu Öfen unbekan­nten Typs (Taf. XXV/9, 11). CSALOGÁNY STR. 7 Die auf dem Grundstück zum Vorschein gekomme­nen Objekte und das Fundmaterial wurden von Sándor Garády publiziert, der vorliegende Artikel ergänzt und korrigiert hie und da nur die Angaben. Die Bauherren ließen die ganze Fläche des Grundstückes als Baugrube ausheben. Dies ermöglichte die archäologische Beobachtung auf größerer Hache. Auf dem Gelände befindet sich ein Stück einer römischen Straße (Abb. 11), ein Detail des spätgotischen Chores der später als die Kirche des Märtyrers St. Peter identifizierten Kirche (Abb. 12), außerdem sind da mehrere Gräber des Friedhofes um die Kirche (Taf. XIII-XV), mehrere als mittelalterlich, oder von unsicherem Alter identifizierte Mauerstücke (Abb. 13), ein alter Brunnen und insgesamt 13 Abfallgruben (Taf. XXVI-Taf. XXX.). Aus den Ergebnissen der Ausgrabungen von Sándor Garády und aus der komparativen Analyse des Planmaterials sind folgende Schlussfolgerungen zu ziehen: Gewisse Teile von Víziváros haben die archaischen Grundriss- und Strukturumstände bis Anfang des 20. Jahrhunderts bewahrt. Zum Thema meiner Untersuchung habe ich jenen Grundstückblock 497

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