Budapest Régiségei 20. (1963)

JELENTÉSEK - A Budapesti Történeti Múzeum leletmentései és ásatásai az 1959. évben 529-560

NOTBERGUNGEN UND PLANGRABUNGEN DES HISTORISCHEN MUSEUMS VON BUDAPEST IM JAHRE 1959 Die Ausgrabungsarbeiten des Jahres 1959 waren zum größten Teil Rettungsgrabungen. Ihre bedeutendsten Ergebnisse sind folgende: URZEIT III. Bezirk. Am Kossuth-Erholungsstrand in Békásmegyer 4 Gefäße eines frühbronzezeit­lichen Urnengrabes aus der Zeit der Glocken­becherkultur; im Bereich des Óbudaer Gas­werkes als Einzelfund ein Glockenbecher; X. Bezirk. Auf dem Grund der Kőbányai­Straße 41/c eine wahrscheinlich neolithische Steinaxt von Százhalombatta; XI. Bezirk. Aus den Kanalisationsgräben der Schönherz Zoltan-Straße Grubenschnitte einer bronzezeitlichen Siedlung mit Vatyaer Keramik; aus denen des in der Fehérvári Straße 28 gelegenen Hauses mehrere Vorrats- und Wohngruben, die zum vorhererwähnten Sied­Jungsteil gehören, ebenfalls mit Vatyaer Kera­mik; im Gebiet des durch die westlichen Cana­bae des römischen Militärlagers von Albertfalva gezogenen Kanalisationsgrabens der westliche Rand der zur Péceler Kultur gehörenden Siedlung; XV. Bezirk. Entlang der Mogyorod-Straße vier Brandgräber des zur Zeit der LTC noch gebrauchten skythenzeitlichen Friedhofes; XX. Bezirk. Scherben mit LTD-Charakter aus einem späteisenzeitlichen Siedlungsteil in der Versuchswirtschaft der Hochschule für Garten- und Weinbau; XXI. Bezirk. Acht Gräber eines frühbronze­zeitlichen Urnengräberfeldes auf der Csepeler Betriebsstätte des Budapester Zementwaren­und Steinindustrieunternehmens; auf einem Teil des Donauufers eine weitausgedehnte ur­zeitliche Siedlung; auf dem Baugrund Hajos­Straße 37 Profile von frühbronzezeitlichen bienenkorbförmigen Gruben. (Bergungsgrabun­gen von G. Alföldy, B. C. Elischer, L. Nagy, T. Nagy, R. T. Schreiber und I. Wellner.) RÖMERZEIT III. Bezirk. Auf dem Grundstück der Häuser in der Polgarstraße 8—10 Mauerreste, Fuß­boden-, Niveau- und Straßenteile mit Keramik aus der frühen Kaiserzeit; auf dem Grund Flórián-Platz 3 zum großen Bad der Militär­stadt gehörende Mauern; auf der Versuchs­wohnsiedlung der Becsi-Straße Mauerreste, Ter­razzoböden, vorwiegend Ziegelgräber aus dem 4. Jahrhundert, mit Zwiebelkopffibel, kugel­förmig gebauchtem Glasgefäß, glasiertem Krug und mit Kreuz verzierten Ringbeigaben; in der 558 Szolo-Straße ein zur Doppelbestattung bestimm­tes Ziegelgrab für Erwachsene und ein Kinder­grab aus Steinplatten, im Grab der Erwachse­nen mit Punktkreisen verzierte Zwiebelkopf­fibel, Gürtelschnalle, zwei gebauchte Glasge­fäße, im Kindergrab ein grünglasierter und ein grauer kleiner Krug; in der Meggyfa ­Straße weitere Mosaikfußbodenteile des im vergangenen Jahr freigelegten mit Mosaik ver­zierten Gebäudes mit Figuren, die aus den bisher bekannten Funden aus Pannonién ganz besonders hervorragen (von zwei Figuren ge­stützter Herakles, geflügelter Pluto, schreiten­der Tiger) und geometrischer Ornamentik, Freskenbruchstücke vor allem mit Pflanzen­verzierungen; zwischen den Grundmauern eines weiteren Gebäudes zwei Faustkämpfer darstel­lender Mosaikfußboden und mehrere Mosaik­fußbodenfragmente; in der Bogdani-Straße, in der Kerék- und Berend-Straße ein Keller mit Resten einer Steinstiege und von Fenstern, Hofteil, Fußböden verschiedener Räume, Ver­brennungsstellen (Ustrina), Herd, Bruchstück einer mit Toga bekleideten Männerstatue, ein dem Silvanus Silvestrius geweihter Altar, als bedeutendere Kleinfunde: Münzen aus dem 3. Jahrhundert, Stilus, Fibel, Terra sigillata Drag. 53; beim Aranyhegyi-Bach — am nördlichen Rand der Bürgerstadt — mehrere Mauerteile unbekannter Bestimmung; XI. Bezirk. Im Gebiete der westlichen Cana­bae des Lagers von Albertfalva in einem Kana­lisationsgraben neuere zur Bestimmung der Aus­breitung der Canabae geeignete Mauerteile, im Gebiete der nördlichen Canabae ein aus der entlang der Donau verlaufenden Limesstraße abzweigender Straßenabschnitt, an dessen bei­den Seiten Reste von Werkstätten, Wohngruben, Gruben, Kellern und Brunnen aus dem 1. Jahr­hundert; XV. Bezirk. Der Mogyorod-Straße entlang — als Ergebnis der Plangrabung der Ungarischen Akademie der Wissenschaften — zwei Hütten der sarmatischen Siedlung. (Unter der Leitung von Frau H. Bertalan, Frau M. K. Kaba, T. Nagy, Frau Gy. K. Parragi und J. Szilágyi die Arbeitsgemeinschaft des Aquincumer Museums, ferner die Bergung der Funde bzw. die plan­vollen Ausgrabungen von I. Wellner.) VÖLKERWANDERUNGSZEIT XV. Bezirk. Rákospalota, am Honfoglalás­telep gestörtes Skelett mit awarenzeitlicher Gefäßbeigabe;

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