Budapest Régiségei 13. (1943)

ÉRTESÍTŐ - Auszüge = Estratti = Summaries 485-575

A pesti római tábor maradványa az Eskü­téren, 1942, S. 11—12, 16, 22.) Am Gellértberg haben wir am Anfang des Jahres 1939 hinter dem Hotel Gellért, an dem Grundstück des Direktors Weisz (Rezeda-Gasse Nr. 12.) eine kurze Probe­ausgrabung gemacht. Wir wählten diesen Ort, weil die neuere genaue Lokalisierung (A. Alföldi, Arch. Ért. 52, 1939, S. 103 ff und die topographischen Beiträge im An­hang von /. Csemegi) des, in 1888 zum Vor­schein gekommenen Titianus augur-Grab­Steines (CIL. III. 10418) die Hoffnung in uns erweckte, dass wir hier den Mittelpunkt des eraviskischen oppidum finden werden. Doch fanden wir nur ärmlichen Spuren der Siedlung der Bingeborenen. In dem, an der westlichen Seite des Grundstückes gezogenen Graben (Abb. 8) kam eine 1 m breite, vier­eckige Wohngrube zum Vorschein, die man wegen eines Obstbaumes nur in 76 cm Länge aufdecken konnte. In 1 m Tiefe unter der Oberfläche lag der, aus gestampfter Erde bestehende Pussboden. Nur in der SO Ecke fanden wir Reste ihrer Lehmmauer. An beiden Seiten der Wohngrube, in 1-45, bzw. 1-30 m Entfernung war je eine runde bienenstockförmige Grube von 95 und 92 cm Durchmesser. Wie es die Tabaner Bei­spiele zeigen, müssen wir in diesen die Lager zur Aufbewahrung von Gefässen sehen. In ihrer unmittelbarer Nähe befindet sich noch je eine kleine runde Grube von 30 und 58 cm Durchmesser, deren Bestimmung un­bekannt ist. Südlich von der Wohngrube, in 2-20 m Entfernung haben wir einen vier­eckigen unregelmässigen Herd von 1 *55 x 1*10 m ausgegraben. Seine Wand war öfters mit Lehm überzogen. Daneben zeigte sich eine kleinere runde Grube mit geraden Wän­den von 52 cm Durchmesser. Wir konnten auf diesem Grundstück noch mehrere Wohn­gruben und Herde unterscheiden, die bei der Gelegenheit von Baumpflanzungen ver­nichtet wurden. Von den Punden muss zuerst ein 70 cm hohes, graues, gut ge­schlämmtes Gefäss mit starker Schulter und schiefer Wand für die Aufbewahrung des Getreides (Pithos) erwähnt werden. Unter der Schulter, an beiden Seiten ist je ein Bandhenkel angebracht. Weiters ist eine Bronzefibel (5-7 cm lang) zu erwähnen. Dies aus 2 Spiralen bestehende Federwerk endet in einer dreieckförmigen Kopfplatte, welche mit Kerben verziert ist. (Abb. 9). Aus einem, am östlichen Teil des Obstgartens gezogenen Graben kam ein 31-5 cm hoher, gelblich­braun gebrannter, auf der Drehscheibe ver­fertigter Krug mit Bandhenkel zum Vor­schein, der aus dem Mittelalter stammt. (Abb. 10) Wir kennen mehrere ähnliche Stücke aus dem Material eines, aus dem XIV — XV. Jahrhundert stammenden Her­des aus der Tabáner Grube Nr. 71. (Vgl. die Abhandlung von A. Bálint in einem folgenden Band von Bp. R.) Über die, in der Csalogánygasse geführten Ausgrabungen finden wir an anderer Stelle einen kurzen, von Alexander Garády stam­menden Bericht. Hier wollen wir nur zwei Steinsärge erwähnen. Das erste fanden wir in Dezember des Jahres 1941 dort, wo die Hauser Csalogánygasse Nr. 12. und Malna­gasse Nr. 4. sich treffen, neben der Brand­mauer des letzteren, in 3-60 m Tiefe. In dem Inner lag ein Kinderskelett nach der Rich­tung NO-SW. Es fehlte an Beigaben. In April des Jahres 1942 fanden wir in 2-10 m Entfernung davon einen zweiten, in W-0 Richtung angebrachten Sarkophag. Die Decke bildete eine glatte ursprünglich nicht dazu gehörige Steinplatte, die gleichzeitig auf die sekundäre Anwendung des Stein­sarges hinwies. Darin lag ein ausgestrecktes Männerskelett mit dem Kopf nach W. Es gab keine Beigaben. An der Vorderseite des Sarkophags ist das Mittelfeld ohne Inschrift rechst und links mit einem sog. norisch­pannon. Volutenornament verziert. An bei­den Seiten sehen wir die, in Nischen unter­gebrachten aufrechten Gestalten von ge­flügelten Genien. Massige Ateherarbeit aus der Wende der II—III. Jh. In der Lajosgasse, bei den Pundierungs­arbeiten der Häuser Nr. 43., 45. und 47. fand man in 2-5 m Tiefe drei rotbemalte, ein­henkelige Krüge. Zwei davon haben wir auf Abb 11 gezeigt. Der Lehmgraben dieser 540

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