Nyelvtudományi Közlemények 73. kötet (1971)

Tanulmányok - Katz, Hartmut: Kleinigkeiten zur Phonologie des Ostjakischen 129

132 KATZ, HÀRTMUT 2. Die Labialisierung von a zu a in Surgut ist bekanntlich eine recht junge Erscheinung. Nach KARJALAINENS Aufzeichnungen aus Trj. ist sie hier •schon regelmäßig durchgeführt, in PAASONENS Angaben aus J treten dort noch Schwankungen zwischen a und á auf (STEINITZ, GeschOstjVok 31, 57). Der Wandel fand auch im Süd- und Nordostj. (außer in Obd.) statt. STEINITZ hat, a. O. 57, darauf hingewiesen, daß „das Zentrum dieser Entwicklung — ebenso wie bei mehreren anderen wichtigen ostj. Lautveränderungen — im Irtyschgebiet" lag. Das ist sicher richtig. Andererseits ist aber m. W. der Wandel a -> à die einzige Laut Veränderung, die vom Irtysch bis nach Surgut gedrungen wäre, und es stellt sich die Frage, warum gerade diese ? Ich möchte zeigen, daß sie sich geradezu rechnerisch beantworten läßt. Für die vollen Vokale (also die mit -j- tense spezifizierten) in Trj. (wo also der Wandel vollen­det ist) läßt sich folgende Tabelle aufstellen, über der die phonologischen Regeln operieren: a/â o u i ä e i high — — + +- — + -\ low + — — — -f- — — back + + + + — — — round ( ) + -f — — — — Dabei bezeichnet die Klammer das Merkmal, das von der Lautveränderung betroffen wird; die Leerstelle ist also vor der Veränderung mit ,,—", nach ihr mit ,,-f-" zu spezifizieren. Vor dem Wandel gab es in Surg. folgende Vokalwechsel zwischen den vollen Vokalen (STEINITZ, a. O. 36) :8 also: und: also: (1) (2) a <~ u, o ~ u -f- tense —high -f-back e ~ i, ä +tense —high —back +high 1 +round] [+high] 1) und (2) kann man noch zusammenfassen zu: (3) -f- tense —high aback r+high] [aroundj 8 Die dreifachen Wechsel a <o u ~ i und o ~ u ~ i sind hier nicht von Belang Vorausgesetzt wird in den folgenden Regeln natürlich, daß sich + high und -j- low gegenseitig ausschließen, sich also -f" low „automatisch" in — low verwandelt, wenn das Segment den Eintrag -f high erhält.

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