Nyelvtudományi Közlemények 73. kötet (1971)

Tanulmányok - Katz, Hartmut: Kleinigkeiten zur Phonologie des Ostjakischen 129

130 KATZ, HARTMUT Sg. 1. em, 2. en, 3. t * Du. I. emdn, 2. n, 3. n PL 1. ew, 2. n, 3. ei3 Stellen wir nun noch eine weitere Regel auf, nämlich: (2) 0 -> a/-f C + (+ = „Morphemgrenze")4 die vor (1) stehen soll, so erhalten wir regelmäßig: ewd + em —• ewem (1) ewa + t -> ewa + ^ (2) -> ewei (1) aber auch: jasYjit'e + em -*• jasrjïtem5 jasrjïte -f- t -> jasrjït'e -\- dt -+ jasrjïfet usw. Gleiches gilt für den Plural: 4 e«;a + £ —>• ewa + a£ -»• ewet Diese Anschauung zwingt nun dazu, die Dualendungen, die bei STEINITZ mit T\ anlauten, jetzt mit drj beginnen zu lassen, also: ewd + drjdn -*• ewerjdn ewd + drjdtam -*• ewerjdtam Dies macht zunächst den Eindruck einer ad-hoc-Konstruktion, erklärt aber synchron noch einige weitere „Ausnahmen" bei anderen auf Vokal endigenden Substantivstämmen. Voraussetzung dafür ist eine Regel, die ohnehin in einer Grammatik des Scherkaiost jakischen benötigt wird, und nach (1) kommt: (3) 0-//V_V . 3 Bei Verwandtschaftstermini treten in der 1. 2. Sg. nach Chr. 55 die Endungen 9m, 9n auf, und zwar bei konsonantisch auslautenden Stämmen. Vor (1) angesetzt kann man aber eine Regel etwa folgender Art für alle Stämme formulieren: [±i£"]-r-*—] 1. 2. Sg. Px ,,Verw. seh. term. In Fällen wie aéem 'mein Vater' von aéd macht sie sich dann nur nicht bemerkbar wegen (1). Die Regel zeigt übrigens, daß in der phonologischen Komponente einer Grammatik sehr wohl semantisehe Information vonnöten sein kann, was in der Theorie der generativen Grammatik bisher anscheinend nicht vorgesehen ist (vgl. z. B. SZÉPE, in: A magyar nyelv története és rendszere, Kongresszus előadásvázlatai, 102: „A fonológia csupán a szintaxisnak van alárendelve (a szemantikától független)." Und ZWICKY, Lingu. Inqu. I, 1970, 324: „Semantic classes, it seems, have phonological correlates only through the médiation of syntactic classes and morphological markings.."). 4 Z. B. xot -f- t -» xotat; Loc. xot -j- t + na ->• xototna usw. Die Regel gilt, wohl­gemerkt, nur für Nomina. 5 Das Beispiel ist konstruiert nach Chr. 56. STEINITZ' Beispiel xWtte könnte als Verwandtschaftsbezeichnung unter Fn. 3 fallen.

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