Múzeumi műtárgyvédelem 16., 1987 (Központi Múzeumi Igazgatóság)

Történeti, ipartörténeti emlékek restaurálásáról - Csere Judit: A győri mészáros céh ládájának restaurálása

Eisenarmaturen ab, dann entfernte sie die dicke Schellack­schicht zuerst mir vergälter Alkohol, später mit grösserem Erfolg mit Dimethylformamid. Im Verlauf der Reinigung wurde klar, dass ein Teil der Verzierungen bemalt war. An der Truhe waren Spuren von Insekteninfektionen zu sehen, deshalb wurde sie mit 2%-iger vergällter Alkohollösung von Pentachlorphenol desinfiziert. Die kleineren Mängel wurden beim Holz durch Epoxiharz Araldit SV 427 ergänzt, die Ergänzungen der Verzierungs­elemente aus Walnussholz geschnitzt, diese wurden mit Walnuss­beize auf die Farbe der Lade gebeizt. Der Riss an der rechten Seite des Gegenstandes, welcher durch Verziehungen verursacht wurde, wurde nach Befeuchtung der Innenseite zurückgezogen, dann mit Leim zusammengeklebt. Die originalen Farbreste wurden mit 2* Azetonlösung von Paraloid B 72 fixiert und geschützt. Die Farbmängel der grossen Flächen wurden nicht ergänzt, die der kleineren aber mit Tempera retuschiert. Da Schellack­politur zur Zeit der Herstellung der Lade nicht verwendet wurde, stellte die Verfasserin eine Paste aus folgenden Materialien her: 4 Teile Bienenwachs, 2 Teile Terpentin und 1 Teil Kolphonium, diese wurde nach der Auskühlung in dünnen Schichten in die Oberfläche eingeschmiert und danach poliert. Die Eisenbeschläge wurden mit Selecton B2 Lösung von 7 pH behandelt. Da das Bläuen auch durch das schwächste, zur Entfernung von Rost verwendete Mittel verschwand, wurden die Beschläge nach erneuter Polierung und Entfettung in einem regulierbaren Ofen (295-300 °C) auf Anlauffarbe erwärmt und wieder gebläut. Danach wurden die dem Muster entsprechenden Teile geschützt, dann die blauen Flächen von den unerwün­schten Stellen mit 5%-iger Schwefelsäure entfernt. Nach Neutralisierung und Trocknung wurden die Eisenelemente mit 2%-igem Metacrylat-Schutzüberzug versehen. Die Rückseiten der Beschläge wurden mit dem Rostschutzmittel Noverox be­handelt, dann die Beschläge und die Schlosskonstruktion an ihre Stellen montiert. • 219

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