Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 49. (2001) - Quellen zur Militärgeschichte – 200 Jahre Kriegsarchiv

TEPPERBERG, Christoph: Das Militärmatrikelwesen in Österreich

Christoph Tepperberg 1. in die Militär-Matriken-Zentralstelle beim Kriegsarchiv (Wien VIII, Skoda­gasse 19) und 2. in das Kriegsmatrikelamt bei der Abteilung 10/VL des Liquidierenden Kriegsministeriums (Wien VII, Mariahilfer Straße 22, Stift-Kaserne). Im September 1920 wurden diese beiden Abteilungen vereinigt und der genann­ten Abteilung 10/VL unterstellt; im November 1920 erfolgte auch deren räumliche Zusammenführung in der Stift-Kaserne. Im Mai 1921 wird die neue Abteilung bereits als „Militär-Matrikenamt“ bezeichnet. Am 11. Jänner 1922 kam dieses Amt zusammen mit anderen Unterlagen über Kriegsverluste des Ersten Weltkrieges an das Bundesministerium für Inneres und Unterricht. Die Abteilung 18 dieses Mini­steriums hatte nun zwei Untergruppen, die sich beide in der Stift-Kaserne befan­den: 1. die Kriegsvermisstenausforschungsstelle und 2. die Militär-Matrikenabteilung. Diese Abteilung blieb nun bis 1983 im Wesentlichen erhalten, allerdings unter wechselnden Bezeichnungen, Ressortzugehörigkeit und räumlicher Unterbringung: ca. 1925-1938 1939-1945 1945-1965 1966-1974 1975-1983 Bundeskanzleramt, Abteilung 7 (zunächst in der Stift-Kaserne, danach in der Hofburg, Zuckerbäckerstiege) „Zentralnachweiseamt für Kriegerverluste und Kriegergräber, Zweig­stelle Wien früher: Militärmatrikenamt" (Wien I, Seilerstätte 3) Bundesministerium für Inneres, Sektion II, Referat 9/M Sektion IV, Referat 33/M Sektion IV, Referat 4/b (Wien VII, Karl Schweighofer-Gasse 3/1II)® Bereits im Jahre 1965 war dem Kriegsarchiv bekannt geworden, dass seitens des Innenministeriums beabsichtigt sei, die im Referat 9/M verwahrten Militärmatriken ganz oder teilweise den Bundesländern zu übergeben.* 56 In den Folgejahren wurde die Möglichkeit ins Auge gefasst beim Magistrat der Stadt Wien ein zentrales Ma­trikelamt zu errichten, welches die Militär-Altmatriken zu übernehmen gehabt hätte. Diese Erwägungen waren auch 1980 in einen Entwurf zu einem neuen Per­sonenstandsgesetz eingeflossen.57 95 KA, AAFV, Journal des Wiener Feldsuperiorats; KA, Hoen-Chronik III, S. 131 f. und S. 295 f.; KA, Direktionsakten, ZI. 509 aus 1922, ZI. 45.307 aus 1971 und ZI. 22.490 aus 1980; Amtli­ches Fern spre c h b u c h für das Ortsnetz Wien. Wien 1941, S. 574; Inventar des Kriegsarchivs Wien, Bd. 2, S. 126, Anm. I; Österreichischer Amtskalen­der, Wien 1960-1983. 56 KA, Direktionsakten, ZI. 41.486 aus 1965. 97 Ebenda, ZI. 22.490 aus 1980. 86

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