Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 46. (1998)
ZEDINGER, Renate: Die „Niederländischen Pensionen“: Archivalien zur Geschichte der belgischen Emigration von 1794
Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 46/1998 - Rezensionen zitiert und nicht nach Rainer (Der Prozeß gegen Kiesel). Desgleichen Fußnote Nr. 108, die „Frank“ zugeschrieben wird, dem Inhalt nach aber nur von Starzer, Beiträge zur Geschichte der Niederösterreichischen Statthalterei, S. 213, stammen kann. Trotzdem schmälern diese Ungenauigkeiten den Gesamteindruck des Werkes nicht, zumal es einen ersten Gesamtüberblick der Familie darstellt. Ein Register und zwei Stammtafeln helfen mit den punktuellen Zugang zu einzelnen Personen zu beschleunigen. Michael Gobi, Wien Institut für Zeitgeschichte-München (Hrsg.): Hitler. Reden, Schriften, Anordnungen. Februar 1925 bis Januar 1933. Bd. 1: Die Wiederbegründung der NSDAP. Februar 1925 bis Juni 1926, bearb. von Clemens Vollnhals. KG Saur: New York-London-Paris 1992. Im Mittelpunkt der mit dem vorliegenden Band beginnenden Editionsreihe stehen die Reden Adolfs Hitlers vom Zeitpunkt der Wiederbegründung der NSDAP im Februar 1925 bis zur endgültigen Machtergreifung im Januar 1933. Das große Gewicht, welches hierbei dem gesprochenen Wort zugemessen wird, entspricht der Bedeutung, die Hitler selbst seinen Reden zumaß. Bei der Darstellung sind jedoch nur jene in schriftlicher Form erhalten gebliebenen Reden berücksichtigt. Hinzu wurden auch die Auftritte und Reden Hitlers vor diversen Gerichten in den Quellenbestand aufgenommen. Jedoch stellt sich auch bei der Darstellung dieses sehr eingeschränkten Rahmens eine gewisse Problematik dar. Die meist in Berichtform überlieferten Reden Hitlers haben bereits den Filter des subjektiven Berichterstatters durchlaufen und liegen daher nur mehr in redaktionell überarbeiteter Form vor. Der Leser wird sie daher immer nach seinem Wissensstand und seiner Ratio analysieren, während Hitlers Reden eher versuchten, durch Bilder, Symbole und Rituale darauf abzuzielen, Emotionen in der Zuhörerschaft zu wecken. Dem Leser müssen daher sowohl die Atmosphäre in den einzelnen Veranstaltungen wie auch die spezielle Rhetorik und Gestik Hitlers verborgen bleiben. Hingegen hat der Leser den unschätzbaren Vorteil gegenüber dem Zuhörer, vage Andeutungen und aggressive Zynismen aus den Texten zu erkennen. Der zweite Schwerpunkt des vorliegenden Bandes der Edition liegt auf den programmatischen Schriften Hitlers aus der sogenannten Kampfzeit. In der Propaganda der NSDAP kam jedoch dem gesprochenen Wort ohnedies mehr Bedeutung als dem geschriebenen. Die schriftlichen Stellungnahmen waren eher für die internen Angelegenheiten der Partei gedacht. Eng in Zusammenhang mit dieser zweiten Gruppe steht die dritte Hauptgruppe der Dokumente. Sie umfaßt parteiinterne Anordnungen Hitlers. Sie stellen die gesamte Breite von grundlegenden politischen Richtlinien und organisatorischen Anordnungen bis zu einzelnen Parteiausschlüssen dar. Das Quellenmaterial dieser Gruppe ist allerdings sehr dezimiert, da besonders der Bestand der 529