Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 45. (1997)

HÖDL, Sabine: Eine Suche nach jüdischen Zeugnissen in einer Zeit ohne Juden. Zur Geschichte der Juden in Niederösterreich von 1420 bis 1555

Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 45/1997 - Rezensionen gen. In Brandenburg Preußen handelt es sich um die drei sogenannten altpreußi­schen Großlogen, die Große National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ (1740), die Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland (1769-1770) und die Große Loge von Preußen genannt Royal York zur Freundschaft (1752-1754; 1798). Sie sind die wohl ältesten Vereine Berlins. Die Listen der Großlogenpräsidenten (Großmeister) nennen auch mehrere für die brandenburgisch- preußische Geschichte bedeutende Männer u. a. den Diplomaten Gustav Adolph Graf Götter, Jakob Fried­rich Báron von Bielfeld, der 1738 mit anderen Hamburger Freimaurern Kronprinz Friedrich in den Bund aufgenommen hatte, die Militärärzte Johann Christian Anton Theden und Johann Wilhelm v. Zinnendorf, den Theologen Johann Friedrich Zöll­ner, den Juristen Ernst Ferdinand Klein, Autor des Allgemeinen Preußischen Landrechts, oder Friedrich Philipp Rosenstiel, Direktor der königlichen Porzellan­manufaktur. Der Bd. wird sich bald als ein unverzichtbares Hilfsmittel fiir den Frei­maurer und den Landeshistoriker erweisen. Er erschließt ihm einen bisher weitge­hend unbekannten, sehr gut bearbeiteten Quellenbestand. Es bleibt zu hoffen, daß der zweite Band bald folgt. Karlheinz Gerlach, Berlin Stek 1, Hannes- Wakounig, Maria: Windisch-Graetz. Ein Fürstenhaus im 19. und 20. Jahrhundert. Wien-Köln-Weimar: Böhlau Verlag 1992, 384 S., 20 Tafeln. Als erster einer auf drei Bände ausgelegten Geschichte des Fürstenhauses Win­disch-Graetz konnte nunmehr jener Abschnitt vorgelegt werden, der den Zeitraum des 19. und 20. Jahrhunderts beleuchtet. Die ältere Zeit (1242-1630) soll durch Helga Schuller und das 17. und 18. Jahrhundert durch Karl Vocelka bearbeitet wer­den. Das aus dem slowenischen Südteil der Steiermark stammende Geschlecht (schon sein Familienname deutet dies an) zählt zu den Familien des Uradels. Nach der Freiherrnstandserhebung 1551 und der Verleihung der Reichsgrafenwürde 1557 gelang der Familie doch erst relativ spät der Aufstieg in den Reichsfurstenstand im Jahre 1804. Mit der vorliegenden Untersuchung soll versucht werden, einen neuen Weg der Darstellungsweise zu beschreiten. Weg von einer auf einzelnen Persönlich­keiten abgestellten historisch-biographischen Präsentation, fassen die Autoren die punktuellen Aussagen und Handlungen der jeweiligen Familienmitglieder zu ganz bestimmten Themen zusammen. Aus diesen verschiedenen Facetten werden zusam­menhängende Tendenzen herausgefiltert, von denen dann allgemeine Positionen der Aristokratie im 19. und 20. Jahrhundert abgeleitet werden. Die Reihenfolge der Themen folgt dem lebensgeschichtlichen Ablauf: Kindheit, Erziehung, Jugend, Hei­rat, Wirtschaftsführung, Militär, Hofdienst, Öffentlicher Dienst, politische Haltun­gen und Sterben. 317

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