Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 42. (1992)
BURKERT, Günther R.: Die Reise österreichischer Gesandter an den Hof Karls V. im Jahre 1519. Die bisherige Forschung und der Bericht Trojan von Auerspergs
Edition hen, die gross frolukten hettn der wellung unsers fürsten zu Römischen Kunig. Zu Lugian23) kam der von Stornberg in unser herberg mit der maynung, wer Unwillen zu dem andern het, soll solichs lassen ansteen; zaigtn die von Steyer an, sy hettn den Unwillen nit begert, sonder ir bevelh, den sy gesehn, und unser notturfft nach gehandlt, mügén ess woll lassen ansteen, sover man uns nit weitter ursach gebe. Wir welln wissen, ob herr Michl die Werbung thuen will oder nit und das mittl fürgenomen werd, wie albe mit dem einreitten und vor den fürsten gehalten soll werden, das nit albeg ainer vor dem andern hinden beleih, wie auch ainer zu dem andern zu sein herberg komén soll und also inhalt der landt vertrag bruederlich gehalten werd. Also ist an vili ortten tschwischn [!] unser redt gehaltn und die anthbort worden, nachdem wir ain instruction habn, darumb ist ess ain potschafft, deshalbn steen und geen di herrn pillich vor. Herr Michl und Starenberg sagtn, auch inen welle keinswegs gepuerrn, nach eim ritter oder edelman zu steen, dan kein kunig hab ime irm stand an ursach zu nemen. Es kam nach ettlichn vili handlungen dahin, das sich der von Storenberg bewilligt, mit dem Ungnaden ein tag umb den andern an herr Michl zu steen und am letstn woltn sy vergönnen, das zu zeitten ain ritter zwischn bey den herrn Hansn einsteen mocht, doch nur für den Ungnad. Und sagten die von Österreich, ob die von Steyer oder ander ausschuss ainigerlay nachteil besorgtn, wolten sich verschreibn, das sy nit von der landt wegen sonder irer gepuert halbn also gestanden warn, woltn uns auch für allen schaden steen. Do also die von Kherndtn irn willn nach dem standt hettn, darumb tratten sy von den von Steyer und uns und allein: wir stunden auff unserm furnemen. Esi) warn under innen ettlich mittl furgeschlagn, das keinem teill an- nemblich gebesen, biss zuletst das sich herr Hanns von Stornberg begehn hat darumb zu lassen, wer vor oder hinden steen soll, aber das ward zuegebn, das herr Michl von Eytzing albeg vorsteen soll und also beschlossen. Nachdem die copey der Werbung, die herr Michl thuen soll, ethwas kurtz und unteuglich was, erpattn wir herrn Sigmunden, ain copey zu verfassen, solich copey ward yedem für guet erkendt, aber herr Michl vermaint im die zu lang und nit woll muglich war zu recitiern. Sagtn die von Steyer und wir, man soll auss dem pevelh nit geen, noch auch dasjhenig nit ausslassen, das die notturfft erfordert umb aines willen, der ess nit vassen kan, man bevelhs einem, der ess den landen zu notturfft und ern thue. 23) Lojano. j) Hand 4: endtlicher beschluss der praecedenz wegen. 51