Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 34. (1981)

BROUCEK, Peter: Ungedruckte Prüfungsarbeiten aus Österreich zur österreichischen Militärgeschichte

478 Peter Broucek Ines Kol mer Die Bedeutung Eduard Ritter von Steinitz für die Kriegsgeschichte (GD 1967) 182 S. Jürgen Koppensteiner Die Bedeutung der alten österreichisch-ungarischen Armee für Leben und Werk Franz Karl Ginzkeys (GD 1967) 201 S. Karl Palecziska Die Entwicklung der altösterreichischen Militärmusikkapellen (WD 1939)176 S. Helene Patrias Der Türkenkrieg im Volkslied (WD 1947) 183 S. Hertha Richter franz Karl Ginzkey. Sein Leben, seine Weltanschauung (WD 1944) 151 S. Carola Seligmann Carl Ferdinand Freiherr von Torresani Lanzenfeld di Camponero. Eine Monographie (WD 1935) 159 S. Josef Steiner Gustav Hubka (1873-1962.). Sein Wirken als k. u. k. Militarattaché und Schriftsteller (WD 1975) 321 S. Friedrich Vana Ferdinand von Saar und die österreichische Armee (WD 1946) 129 S. Ida Wickenhauser Die Geschichte und Organisation der Filmzensur in Österreich 1895-1918 (WD 1967) 142 S. EI Für die Forschung dürfte es nützlich sein, auf drei weitere Werke, die im Kriegsarchiv aufbewahrt werden, hinzuweisen: 1. Der letzte Chef der Nachrichtenabteilung des k. u. k. Armeeoberkommandos, Oberst im Generalstab Max Ronge, schrieb neben seinem allen Spezialisten bekannten Werk Kriegs- und Industrie-Spionage10) noch ein zweites Buch: Meister der Spionage20 21). Der Vertrieb dieses Buches in Österreich wurde vom Reichspropagandaministerium nur dem Johannes Günther-Verlag in Wien unter bestimmten Bedingungen freigegeben, womit sich der Verlag Payne in Leipzig, wo das Buch gedruckt worden war, einver­standen erklärte22). Nachforschungen ergaben, daß dieses Werk, das an Aussagekraft fast an Ronges erstes Werk herankommt, in Österreich nur in zwei Exemplaren im Kriegsarchiv öffentlich zugänglich ist. Die Existenz eines weiteren Exemplars im Pri­vatbesitz ist bekannt. Es dürfte sich bei diesem Werk um eine Rarität handeln. 2. Der letzte Pressereferent der Marinesektion im k. u. k. Kriegsministerium, Oberst Emil Seeliger (1872-?), nach 1918 Redakteur der Tageszeitung Neues Wiener Journal, schrieb eine Anzahl von Büchern, die zum Teü den Charakter von Memoiren tragen und jedenfalls einen gewissen Quellenwert für die österreichische Militärgeschichte und die Geschichte des Ersten Weltkrieges besitzen23). Sein letztes Werk scheint eben­falls nur in sehr wenigen Exemplaren - das Kriegsarchiv besitzt eines davon - zu exi­stieren24). Im Exemplar der Bibliothek des Kriegsarchivs, das aus dem Nachlaß Seeli­20) Max Ronge Kriegs- und Industrie-Spionage. 12 Jahre Kundschaftsdienst (Leip- zig-Zürich-Wien 1930). Über weitere Auflagen und Ausgaben dieses Werkes sowie über Aufsätze Ronges zum selben Thema vgl. Max Gunzenhäuser Geschichte des geheimen Nachrichtendienstes. Literaturbericht und Bibliographie (Schriften der Bi­bliothek für Zeitgeschichte 7, Frankfurt/Main 1968) 229. 21) Max Ronge Meister der Spionage (Leipzig-Wien bzw. Leipzig 1935) 258 S. Vgl. Deutsches Bücherverzeichnis 18 (Leipzig 1937) 736. 22) Kriegsarchiv Nachlaßsammlung sign. B/126 (Nachlaß Ronge), n. 31: Reichsmini­ster für Volksaufklärung und Propaganda an den Johannes Günther Verlag, Ge­schäftszeichen VEI 8170/25. 1. 35, von 1935 Juni 5, Berlin. 23) Vgl. Gunzenhäuser Geschichte 104, 251; weitere Werke Seeligers: Hötzen- dorf, der Retter Berlins, und andere Enthüllungen (Leipzig—Wien 1919); Abendsonne über Habsburgs Reich. Markgraf Béla Pallavicini erzählt (Wien 1937). 24) Emil Seeliger König der Demokraten. Erlebnisse um Eduard VII. (Berlin

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