Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 33. (1980)

HAUPT, Herbert: Kultur- und kunstgeschichtliche Nachrichten vom Wiener Hofe Erzherzog Leopold Wilhelms in den Jahren 1646–1654

Kultur- und kunstgeschichtliche Nachrichten 1646-1654 353 39 No. 143. 40 No. 154. 41 No. 161. 42 No. 173. jars, vor einem cammermaller mit monathlichen 33 gulden unnd 20 khreuzer ordinari besoldung gnedigist an- unndt aufgenomben. — HZB 249 fol. 51 v-52 r Denn finff unnd zwainizigisten Januari seint für den erzherzoglichen musico unnd poeten Anthoni Abbati .. . bezalt worden fl. 366 kr. 40. - HZB 249 fol. 68 v Herrn Joseph Rudolph Spieß, erzherzoglichen cammermaller, habe ich zu erkhauffung unterschidtlicher mallerey notturfften . . . vorge­schossen fl. 30. — HZB 249 fol. 72 r Hievorgedachter herr Joseph Rudolf Spieß, erzherzoglicher cammer­maler, hat sein außgesezten raiß uncosten paar empfangen fl. 150. - HZB 249 fol. 74 v Dem Caspar Kherl26), erzherzoglichen Organisten, wurden die ihme nacher Niderlandt auf raiß uncosten gdist. außgesezten 250 gulden reinnisch . . . außgezahlt fl. 250. - HZB 249 fol. 78 v 1652 43 No. 45. 44 No. 49. 45 No. 89. 46 No. 142. 47 No. 120. Cammerdienner unnd schazmaister. Herrn Christian Wasserfaß seindt von mir . . . alß ein ganze jahrß gebüehr . . . paar zuegestelt worden fl. 45. - HZB 250 fol. 51 v-52 r Cammermaller. Dem herrn Joseph Rudolph Spieß wurden vier quar- thalß gebüehr . . . paar abgefierth fl. 400. — HZB 250 fol. 53 r-53 v Vermög . . . anschaffung . . . entrichtet ich herrn Caspar Dölla mallern die vor zwey österreichische gemalte grosse Wappen ver- willigte ... fl. 9. - HZB 250 fol. 69 v Denn lesten December dem maister Hannß Engelbrecht27), burger unndt tischler in Wienn, . . . angefrimbt und mit zway Schubladen gemachten Schreibtisch bezalt fl. 2. — HZB 250 fol. 87 v-88 r Für einnen vor den herrn graffen von Hoyoß verfertigten gnaden pfening contentierte ich den herrn Johann Georg Gerber28), der renz zurückgedrängt worden zu sein und geriet bald in Vergessenheit. Vgl. Mares 346. 26) Einer Eingabe des Organisten an das Obersthofmeisteramt aus dem Jahre 1675 ist zu entnehmen, daß Hans Caspar Kerl niehmals in der kayl. capelin, sondern nur ihr dhtl. den erzherzog Leopoldt hochsei. andh. in Niderlandt gedient habe. 1676 verleiht Kaiser Leopold I. dem Musiker die Stelle eines Hoforganisten mit 60 Reichstalern Mo­natsbesoldung, weillen dißes supplicanten valor undt qualiteten . . . genuegsamb be- khandt. Vgl. Knaus 2 35, 37, 40, 95. 27) Die vorliegende Notiz ist die früheste bis jetzt bekannte Erwähnung des Mei­sters. Hans Engelbrecht ist auch im Jahr 1657 nachzuweisen, in dem er mit dem Titel eines kaiserlichen Hoftischlers für verschiedene Arbeiten 64 fl. 45 kr. und 124 fl. 45 kr. erhält. 1661 und 1673 scheint Engelbrecht als Trauzeuge bei den Schotten und in St. Stephan auf. Vgl. Hajdecki nn. 6891 und 7742; Haupt nn. 1019 und 1021. 28) Ein angesehener Wiener Goldschmied. 1635 Meister geworden, bekleidete Gerb nach dem Erhalt des Wiener Bürgerrechts (1642) immer wieder leitende Funktionen in der Wiener Goldschmiedezeche. Er ist 1650 mit dem Titel eines Hofgoldschmieds in der Hoffinnanz nachweisbar und erhält für eine goldene Schale 95 Gulden. Wenig spä­ter wurde Gerb Kammergoldschmied Erhzherzog Leopold Wilhelms und scheint dieses Amt bis zu seinem Tode 1660/61 (letzte Erwähnung in den Meisterlisten) innegehabt zu haben. Vgl. Haupt n. 270; Hajdecki nn. 6750 und 7711; Hans Jäger-Sunstenau Innungsmeisterverzeichnis der Wiener Goldschmiede, in Uhren, Juwelen 35 (Sonder­heft Mai 1967) 43-45; Mares 356. Mitteilungen, Band 33 23

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