Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 33. (1980)

HAUPT, Herbert: Kultur- und kunstgeschichtliche Nachrichten vom Wiener Hofe Erzherzog Leopold Wilhelms in den Jahren 1646–1654

354 Herbert Haupt hochfür. dhr. cammergoltschmidt, . . . paar fl. 100 [September 5], - HZB 250 fol. 81 r 48 No. 139. Wegen einnes vor ihr hochfür. dhr. von wax passiertes bildts befridiget ich . . . herrn Daniel Neuberger29) . . . paar fl. 120. - HZB 250 fol. 87 r 1653 49 No. 39. 50 No. 43. 51 No. 76. 52 No. 96. 53 No. 101. Herrn Christian Wasserfaß ... schazmaistern seindt vonn mir . . . alß ein ganze jahrs gebüehr seiner besoldung . . . paar zuegestelt worden fl. 400. - HZB 251 fol. 60 r Cammer maller. Dem herm Joseph Rudolphen Spieß seint vier quarthalß gebür . . . paar abgefiert fl. 400. - HZB 251 fol. 61 v-62 r Michael Spengler30) unnd Andreaß Gablinger31), khayßerlicher hoff jubelier, haben wegen eines von ihnen erhandleten silbernen in füer vergulten gießkhandl für ihr g. herrn Breüner freyh. gewesten obr. stallmaistem ... zu einem hochzeit praesent paar empfangen fl. 219 kr. 11. - HZB 251 fol. 78 v-79 r Dem herrn Joseph Rudolph Spieß, erzherzoglichen cammermaller, habe ich die in ihrer hochfür. dhr. diensten außgelegte siben und dreyssig ein halb stukh silber erőimen . . . ubermacht unnd guet- gemacht fl. 68 kr. 45. - HZB 251 fol. 89 r Dem herrn Gillis Grobo32), handelsman, bezalte ich wegen lüfferung ihrer khay. may. contrafetts in wachß passiert nacher Niderlandt für begehrten uncosten ... fl. 30. - HZB 251 fol. 92 r-92 v 1654 54 No. 6. Der röm. khay. may. etc. schlösischen cammer praesidenten herm Horatio Fomo wurden . . . anstatt einer güldenen khetten dreyhundertt 29) Heinrich Klapsia Beiträge zur Kunsttätigkeit am österreichischen Kaiserhofe im 17. Jahrhundert. III: Daniel Neuberger, in Jahrbuch der kunsthistorischen Samm­lungen in Wien NF 9 (1935) 223—248. 30) Der oft in Verbindung mit dem Hofgoldschmied Andreas Gablinger genannte Meister ist seit 1640 mehrfach als Silberhändler mit dem Titel eines kaiserlichen Hof­juweliers nachzuweisen. Er verkaufte dem Hof Silberketten, silberne Gießbecken, Sil­berschmuck und dergleichen mehr. Dem Rat der Stadt Wien lieferte Spengler 1642 eine silbervergoldete Reiterstatue Kaiser Ferdinands III. Vgl. Haupt passim; Lhots- ky 351; Schwaighofer n. 246 und dann passim. 31) Über seine Person ist nur wenig bekannt. Gablinger ist seit 1641 mit dem Titel eines Hofjuweliers ohne regelmäßige Besoldung im Dienste Kaiser Ferdinands III. nachzuweisen. Es fällt auf, daß Gablinger in den Jahren 1647 bis 1654 fast immer ge­meinsam mit dem Goldschmied Michael Spengler genannt wird (vgl. Anm. 30), was eine Art „firmenmäßige“ Verbindung der beiden Meister nahelegt. Neben dem Kaiser­hof belieferte Gablinger auch den Stadtrat von Wien (1651). Der Meister scheint 1654/55 gestorben zu sein. Vgl. Haupt Einleitung V und dann passim; Lhotsky 351; Schwaighofer n. 333 und dann passim. 32) Der aus Antwerpen stammende Händler stand mit dem Titel eines Hofhandels­mannes im Dienste Kaiser Ferdinands III. Besonders in den Jahren 1650 bis 1656 be­sorgte Gillis (Aegidius) G(e)robo den Großteil des Kunsthandels zwischen dem Kaiser­hof in Wien und der Residenz Erzherzog Leopold Wilhelms in Brüssel. So lieferte er 1650 Porzellan von Antwerpen nach Wien, führte 1652 zwei von Daniel Neuberger (vgl. Anm. 29) hergestellte Wachsbilder Kaiser Ferdinands III. von Wien nach Antwer­pen und verkaufte dem Wiener Hof 1656 mehrere niederländische Tapisserien. Vgl. Haupt Einleitung X und dann passim.

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